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Stadtentwicklung

Der neue City-Look

Beat Merk möchte die Zukunft des Bauens in Horb mit zwei Großprojekten auf dem Hohenberg einläuten.

11.07.2018
  • Dagmar Stepper

Beat Mark (59) gehört zu der Sorte Mensch, die den großen Wurf lieben. Der Bauingenieur mit Schweizer Wurzeln will in Horb die Zukunft des Bauens einleiten – mit gleich zwei Projekten. Das eine ist ein moderner Bürokomplex mit insgesamt 1790 Quadratmetern in der Nähe von Garten-Dehner auf dem Hohenberg. 300 Quadratmeter will Mark mit seiner Firma Avantmade selbst bespielen. Die restlichen Flächen sollen als Büroräume, an Start-up-Unternehmer oder an Freiberufler verkauf
oder vermietet werden. Zum Komplex gehört auch eine Tiefgarage. Mehrere Millionen Euro wird Merk investieren.

Ursprünglich wollte er mit dem Bau im vergangenen Jahr beginnen. Da hieß seine Firma noch S-Way Commerz, die neben luxuriösen Büroausstattungen auch Renovierungen und Neubauten im Programm hat. Doch außer dem Namen hat sich an seiner Firma nichts geändert. Und an dem energieautarken und modularen Bürokomplex hält er fest. Der Bauantrag ist durch, die Statik auch. „Wenn alles gutgeht, kann es in zwei Monaten losgehen“, sagt Merk im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE.

Interessenten – darunter auch aus dem Stuttgarter Raum– hat er nach eigenen Angaben etliche, aber noch keine festen Zusagen. „Ich kann nichts vermieten, wenn noch nichts besteht“, erklärt er die Vorgehensweise. Mit dem millionenschweren Bürokomplex knüpft Merk Hoffnungen, bei der Bebauung des Kasernenareals in der vorderen Reihe mitspielen zu können. Merk spricht das ganz offenen an: „Mein Ziel ist es, auch bei der Kaserne ins Geschäft zu kommen.“

Er sagt es, während er in seinen neu angemieteten Büroräumen in der Geschwister-Scholl-Straße 22 sitzt. Wenn er aus dem Fenster blickt, sieht er genau auf den Garnisonsplatz. Auf dem ehemaligen Kasernengelände wird in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel entstehen. Verwaltung und Gemeinderat sind sich einig, dass hier zukunftsorientierte Bauweisen zum Tragen kommen sollen. Das passt zu Merk. Auf seinem Schreibtisch liegt eine Hochglanzbroschüre, deren Vorderseite eine Vorstellung gibt, wie der Garnisonplatz in ein paar Jahren aussehen könnte. Statt Leerfläche und parkende Fahrzeuge wie es momentan noch ist, steht ein moderner Komplex zum Wohnen, und Arbeiten. Insgesamt vier Gebäude dieser Art würde Merk gern verwirklichen. Auch ein Hotel könnte realisiert werden.

Auf Horb wurde Merk durch Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz aufmerksam. Die beiden haben sich auf einer Messe in Düsseldorf kennen gelernt. Blochwitz machte Merk ein gutes Angebot – und signalisierte auch, wenn der Bürokomplex steht, dann hat Merk Chancen, bei der Entwicklung des Kasernenareals mitzugestalten.

Die Neubauten in Horb könnte sich Merk als ein Pendant zum 5-Sterne-Plus-Hotel „Roomers“ in Baden-Baden vorstellen, das im November 2016 unter großem Medienecho eröffnet wurde. Merk war mit seinem Architektenteam für die Innenausstattung verantwortlich. Der Komplex in Baden-Baden ist weit mehr als ein Hotel. Unter einem Dach sind hier Hotel, Privatwohnungen, Ärztehaus und Wellnessangebote vereint. Da ist er wieder, der große Wurf. Die Horber müssten es nur wollen. „Es wäre schön, wenn die Horber sich entscheiden würden, in die Welt hinauszugehen“, sagt Merk – und lächelt.

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11.07.2018, 01:00 Uhr

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