Der richtige Umgang mit Geld

Von PR

Besonders in der Vorweihnachtszeit geben die Menschen gerne Geld für Anschaffungen aus, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Wer nicht aufpasst, rutscht dabei mit seinem Konto ins Minus. In manchen Fällen ist der Weg aus den Schulden steinig und lang.

Der Weg aus der Schuldenfalle

Um mittelfristig wieder schuldenfrei zu sein, sollte man zunächst eine Gegenüberstellung vornehmen, in der die Höhe der Schulden genau bestimmt wird. Da dies ab einem gewissen Zeitpunkt nicht selten gerne verdrängt wird, wird man an dieser Stelle häufig sehr überrascht sein wie hoch die Schulden eigentlich sind. Im zweiten Schritt sind die laufenden Kosten und die laufenden Einnahmen aufzulisten. Reicht das Einkommen überhaupt aus, um die laufenden Kosten zu decken? Im dritten Schritt sind sämtliche Positionen der Gegenüberstellung im Detail zu analysieren. Man sollte sich dabei fragen, welche Positionen sich durch ein besseres Wirtschaften vermeiden lassen. Wurden alle Positionen optimiert, ist eine zweite Gegenüberstellung vorzunehmen. Sind nun die Einnahmen größer als die Ausgaben, ist ein eigenständiger Weg aus der Schuldenfalle mittelfristig möglich.

Methoden im Umgang mit Geld

Früher waren die Menschen gezwungen, einen bescheidenen Umgang mit Geld zu praktizieren. Heute - im Jahrtausend des Überflusses - sind die Tugenden des Sparens und der Enthaltsamkeit leider etwas abhandengekommen. Um nicht in eine Schuldenfalle zu geraten, ist es sehr wichtig, sämtliche Ein- und Ausgaben zu dokumentieren und diese den Einnahmen gegenüberzustellen. Nur anhand dieser Dokumentation ist es später möglich, Stellschrauben zu entdecken, an denen man sein Konsumverhalten optimieren könnte. Wer Kinder hat, weiß, dass Kosten nicht immer einfach zu kalkulieren sind, schließlich benötigen die Kleinen immer wieder neue Kleidung, altersgerechte Spielsachen, und vor allem Zeit, in der man kein Geld verdienen kann. Wer auf sein Geld achten muss, kauft sich Bücher, Spielsachen und Kleidung auf einem Kinderbasar und spart dabei viel Geld. Vielleicht hat man sogar Verwandte oder Freunde, die etwas ältere Kinder haben, von denen man Kleidung, Spielsachen und andere Sachen übernehmen kann. Größere Gebrauchsgegenstände wie Kinderwagen oder Kinderbettchen kann man häufig günstig über ein Internetportal (Beispiel: eBay-Kleinanzeigen) erstehen. Es lohnt sich, den richtigen Zeitpunkt der Anschaffung flexibel zu halten, dadurch lassen sich häufig Schnäppchen machen.

Typische Schuldenfallen

Eine klassische Schuldenfalle ergibt sich als Folge übermäßigen Kreditkartengebrauchs. Eigentlich ist das Monatsbudget schon ausgereizt, da die nächste Kreditkartenabrechnung aber erst im nächsten Monat fällig wird, wird dennoch fleißig geshoppt. Plötzlich ist dann das Konto überzogen und die Bank verlangt für den gewährten Dispo-Kredit Zinsen im zweistelligen Bereich. Wer einmal Schulden gemacht hat, weiß, dass es in vielen Fällen schwierig ist, wieder aus der Schuldenfalle zu gelangen. Auf jeden Fall erfordert dieser Schritt Einschränkungen in vielen Lebensbereichen. Erschwert wird das Entrinnen aus der Schuldenfalle, wenn viele laufende Kosten gedeckt werden müssen. Fallen monatlich etwa die Rate fürs Eigenheim, das kürzlich angeschaffte Sofa, den neuen Fernseher und den Schlafzimmerschrank an, ist das monatliche Budget schnell aufgezehrt. Auch Smartphones verursachen deutlich zu hohe Kosten, wenn das Budget recht knapp ist.

Tipps zum richtigen Umgang mit Geld

Wer sich schon in der Mitte des Monats beim Einkaufen zurückhalten muss, weil er in den ersten Tagen des Monats zu viel Geld ausgegeben hat, sollte sein für den Monat verfügbares Geld strikt einteilen. Falls man gerne den Überblick verliert, kann man das Wochenbudget zu Beginn der Woche vom Konto abheben, um es in einen Umschlag zu stecken. Unnötige Ausgaben lassen sich verhindern, wenn man das Einkaufen zu bestimmten Zeiten unterlässt. Wer beispielsweise hungrig ist, kauft gerne etwas mehr Nahrungsmittel ein, und wer von der Arbeit schlecht gelaunt ist, bessert seine Laune gerne beim Frustshoppen. Generell sollten Anschaffungen nur im Notfall mit der Kreditkarte bezahlt werden. Die Gefahr besteht sonst, dass man den Überblick verliert. Kommt dann die nächste Kreditkartenabrechnung, sitzt der Schock entsprechend tief. Grundsätzlich sollte man versuchen, sein Konto nicht zu überziehen, denn beim Überziehen des Kontos verlangt die Bank Zinsen, die deutlich höher liegen als bei einem herkömmlichen Kredit. Man sollte sich immer eine Notfallreserve (zwei bis drei Monatsgehälter) anlegen, auf die man schnell Zugriff hat. Bei der Anlage seines Geldes sollte man außerdem nie alles auf eine Karte setzen, sondern sich stattdessen unterschiedliche Wertpapiere zulegen.

Der Weg aus der Schuldenfalle kann nur erfolgreich sein, wenn man sich mit der unangenehmen Situation konfrontiert, und dabei aufzeigt, welche Maßnahmen notwendig sind, um mittelfristig wieder schuldenfrei zu sein. In der Regel müssen die Ausgaben deutlich reduziert und im Notfall noch ein Zweitjob angenommen werden.

 

Weitere Quellen:

http://www.kompass-prinzip.de/sieben-hilfreiche-tipps-zum-umgang-mit-geld

http://www.simplify.de/die-themen/finanzen/weitere-finanztipps/einzelansicht/article/die-richtige-einstellung-zum-umgang-mit-geld/

https://www.vexcash.com/blog/anregungen-zum-richtigen-umgang-mit-geld/

http://unser-kleines-glueck.de/Ratgeber/Finanzen/Der-richtige-Umgang-mit-Geld


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23.12.2016 - 09:39 Uhr