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Land unter im Kreis

Der starke Regen flutete Keller und Straßen

Montagnacht gewitterte es heftig – und es fiel so viel Regen wie schon lange nicht mehr. Die Feuerwehren im Kreis Tübingen mussten etwa 60 Mal ausrücken. Am schwersten traf es Teile des Neckartals – und den Schönbuch.

29.07.2014
  • job / gs

Kreis Tübingen. Die heftigen Gewitter am Montagabend und in der Nacht brachten dieses Mal kaum Hagel – anders als vor einem Jahr. Aber es fiel überdurchschnittlich viel Regen pro Quadratmeter. In Tübingen waren es am Abend in einer Stunde bis zu 50 Liter pro Quadratmeter. In der Region traf es besonders den Schönbuch: In Dettenhausen liefen etliche Keller voll. Ein Blitzschlag traf vermutlich eine Stromleitung und beschädigte dadurch eine Trafostation. In der Folge fiel im gesamten Ort für fast eine Stunde der Strom aus.

Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen im Kreis Tübingen

Besonders in Dettenhausen und im Goldersbachtal hat das Unwetter vom Montagabend mit sehr starken Regenfällen Probleme bereitet.

© Video: Luis Keppler 01:18 min

Die Landesstraße 1208 zwischen Bebenhausen und der Kälberstelle war bis zum Dienstagvormittag gesperrt. Das Wasser hatte Äste, Schlamm und Geröll auf die Fahrbahn gespült. Der Goldersbach drohte über die Ufer zu treten. Darum wurde gegen 23 Uhr das Hochwasserschutztor in Lustnau geschlossen – und um 23.15 Uhr heulte die Sirene, um die Bevölkerung vor der Gefahr zu warnen. Das Tor wurde dann gegen 3 Uhr wieder geöffnet. Die Straße nach Bebenhausen war wegen Reinigungsarbeiten jedoch noch bis etwa 10.30 Uhr für den Verkehr unpassierbar.

In Ammerbuch fluteten die Wassermassen die Fahrbahn zwischen Altingen und Kayh: Das Regenüberlaufbecken war vollgelaufen. In Kusterdingen rückte Wehr zu 14 Einsätzen aus. Keller waren vollgelaufen, teilweise drückte das Wasser aus der Kanalisation hoch in die Häuser. Auf der B 27 kam es wegen des starken Regens zu zwei Aquaplaning-Unfällen bei Filderstadt. Es blieb bei Blechschäden, verletzt wurde laut Polizei niemand.

In Bodelshausen rückte die Feuerwehr fünf Mal wegen gefluteter Keller aus, außerdem hatte das Wasser Schachtdeckel herausgedrückt. Insgesamt sei das Unwetter dort aber glimpflich abgelaufen, sagt Kommandant Marco Steeb: „Zehn Minuten länger, dann wär’s schlimmer geworden. Die Hochwassermaßnahmen zeigen Wirkung.“ Die übrigen Gemeinden des Steinlachtals blieben verschont. Schlimmer traf es den Zollernalbkreis.

Viele Waldwege im Kreis wurden schwer beschädigt. Das Landratsamt rät Radfahrern, an steilen Stellen besonders vorsichtig zu fahren.

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29.07.2014, 12:00 Uhr

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