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Das Glück sprudelt wieder

Der weltberühmte römische Trevi-Brunnen wurde mehr als ein Jahr lang restauriert

"La Dolce Vita" machte ihn berühmt. Doch der Trevi-Brunnen war in die Jahre gekommen. Nach 17 Monaten Restaurierung sprudelt er nun wieder.

05.11.2015
  • AFP

Rom Touristen können jetzt wieder Geldstücke in den berühmten Trevi-Brunnen werfen: Nach mehr als einjährigen estaurierungsarbeiten sprudelt die barocke Fontäne im Zentrum der italienischen Hauptstadt wieder. Die Instandsetzung des im Jahre 1762 fertiggestellten Brunnens wurde von der italienischen Modefirma Fendi finanziert.

Der feierlichen Inbetriebnahme des Brunnens nach der Sanierung wohnten unter anderem Fendi-Direktor Pietro Baccari sowie Karl Lagerfeld bei, Chefdesigner von Fendi und Chanel. "Das ist ein großes Gefühl für alle, vor allem für uns Einwohner von Rom", sagte Silvia Fendi, die Enkelin der Gründer der Modehauses.

Der Trevi-Brunnen befindet sich vor dem Pallazzo Poli im Zentrum Roms. Die Restaurierungsarbeiten hatten Juni 2014 begonnen. Roms kürzlich gestürzter Bürgermeister Ignazio Marino warf damals symbolisch eine Münze in den Brunnen - so wie vor ihm Millionen von Touristen. Um diese nicht zu enttäuschen, wurde für die Zeit der Restaurierungsarbeiten ein Ersatzbecken aufgestellt. Jedes Jahr landen Geldstücke im Wert von insgesamt rund einer Million Euro im Trevi-Brunnen. Das Geld wird an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet.

Der Trevi-Brunnen ist auch durch eine berühmte Filmszene von 1960 bekannt: In Federico Fellinis "La Dolce Vita nimmt Anita Ekberg gemeinsam mit ihrem Filmpartner Marcello Mastroianni ein Bad in dem Brunnen.

Die Fontäne wird mit Wasser aus der Umgebung von Rom gespeist. Durch ein Aquädukt fließt es in das 26 mal 20 Meter große Becken. Der Bau des Brunnens war 1732 von Papst Clemens XII. in Auftrag gegeben worden, um einen kleineren Brunnen zu ersetzen. Drei Jahrzehnte später wurde das Bauwerk von Niccolò Pannini fertiggestellt. Seit 23 Jahren war der Brunnen nicht mehr renoviert worden.

Dass Fendi die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten übernahm, begründete Firmenchef Baccari mit der Verwurzelung seines Hauses in Rom: Fendi sei "ein italienisches Haus, ein römisches Haus." Durch die Restaurierung werde Fendis Name "unauslöschlich mit Rom verbunden, eine Gelegenheit, die wir nicht verpassen wollten."

Der weltberühmte römische Trevi-Brunnen wurde mehr als ein Jahr lang restauriert
Glanzvoll: Die Wiedereröffnung des Trevi-Brunnens im Herzen Roms nach 17 Monaten Sanierung. Foto: dpa

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05.11.2015, 12:00 Uhr

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