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Kommentar

Desolater Zustand

01.03.2018

Von IGOR STEINLE

Berlin. Es ist ein Skandal erster Güte: Ausländische Hacker sind in die Netze des Auswärtigen Amtes und des Verteidigungsministeriums eingedrungen. Es gibt in der Bundesrepublik vermutlich kaum eine öffentliche Infrastruktur, die besser gegen Cyberattacken geschützt ist als das Regierungsnetz. Tragischerweise scheint das in diesem Land nicht viel zu bedeuten: Monatelang konnten sich die Hacker unbemerkt darin aufhalten – viele Staatsgeheimnisse werden nun keine mehr sein.

Was für ein Armutszeugnis. Was soll eigentlich noch alles in der IT-Infrastruktur dieses Landes schiefgehen? Ein Hochtechnologieland, das in jeglicher Hinsicht digital abgehängt ist, schafft es nicht mal, seine wichtigsten Regierungsserver abzusichern. Es klingt wie ein schlechter Witz: Als ob bisher nicht noch jedes IT-Projekt gescheitert wäre, fabuliert man hierzulande davon, in vier Jahren der Weltführer in Sachen digitaler Verwaltung zu sein. Währenddessen kriegt man es noch nicht einmal hin, für die eigene Landesverteidigung eminent wichtige Daten zu schützen. Angesichts dieses desolaten Zustands deutscher Informationstechnologie kann einem angst und bange werden.

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Erstellt:
1. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. März 2018, 06:00 Uhr

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