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Europameisterschaft

Deutsche Handballerinnen stehen in der Hauptrunde

Torhüterin Clara Woltering sichert den hart umkämpften 23:22 (12:10)-Sieg gegen Polen.

09.12.2016
  • SID

Kristianstad. Die "Biegler-Ladies" haben bei Handball-Europameisterschaft in Schweden ihr Zwischenziel erreicht: Im abschließenden Vorrundenspiel besiegte das deutsche Team den WM-Vierten Polen 23:22 (12:10) und steht damit sicher in der Hauptrunde. Svenja Huber war mit sieben Toren erneut die beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die nun in Göteborg auf Schweden, Serbien und Spanien trifft.

Wie in den Spielen zuvor schaffte es die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler vor 1875 Zuschauern in Kristianstad trotz des Sieges nicht, ihre sehr hohe Qualität über weite Strecken abzurufen. Immer wieder gab es Phasen, in denen es nicht wie gewünscht lief. Teils wirkten die deutschen Spielerinnen im Hinblick auf das wichtige Weiterkommen etwas nervös. Doch auch Polen konnte zum dritten Mal nicht überzeugen.

Deutschland kam nur schleppend in die Partie, Huber traf erst nach 3:30 Minuten per Siebenmeter zum ersten Mal. Zuvor hatten Kim Naidziniavicius und Anne Hubinger gegen die zwischenzeitliche 5:1-Deckung der Polinnen drei gute Chancen ausgelassen. Auch auf den Rängen waren die Fans aus Polen optisch und akustisch überlegen.

Nach gut fünf Minuten wurde Deutschland in der Offensive besser, übernahm die Initiative und baute die Führung sogar in Unterzahl auf 6:3 aus. Dank eines variablen Angriffsspiel und stets mehrerer Wurfoptionen spielten sich Spielführerin Anna Loerper und ihre Mannschaftskolleginnen deutlich mehr Möglichkeiten heraus als zu Beginn.

In der Abwehr ließen die "Biegler-Ladies", wie sich das Team selbst nennt, in manchen Phasen zu viele Würfe zu und konnten sich einmal mehr bei Torhüterin Clara Woltering bedanken, die erneut überragend hielt. Die 33-Jährige machte ihr 36. EM-Spiel, damit fehlt ihr nur noch eine Partie auf die deutsche Rekordhalterin Grit Jurack (1996-2010).

Gegen Ende der ersten Hälfte schlichen sich jedoch erneut viele kleine Fehler ein, sodass die Auswahl des Deutschen Handball-Bunds nach zuvor komfortablen Polster nur mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine ging.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es zunächst so weiter, doch nachdem Deutschland die Führung meist konstant bei drei, vier Toren hielt, kam Polen knapp sieben Minuten vor dem Ende sogar zum Ausgleich. In einer äußerst spannenden Schlussphase hatte Deutschland dann das bessere Ende für sich. sid

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09.12.2016, 06:00 Uhr

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