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Deutsche Wirtschaft ist besorgt
BDI-Chef Dieter Kempf: „Niemand ist eine Insel.“ Foto: dpa
US-Politik

Deutsche Wirtschaft ist besorgt

Der Industrieverband BDI sieht Gefahren für Exporteure, mahnt aber auch zu Gelassenheit.

11.01.2017
  • DPA

Berlin/Peking. Wenige Tage vor dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat die deutsche Industrie vor einer Marktabschottung gewarnt. „Make America great again“ klappt definitiv nicht mit Abschottung“, sagte der neue Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, gestern in Berlin. Er bezog sich auf Trumps Versprechen, die USA wieder „groß zu machen“ und die heimische Wirtschaft zu schützen.

Die bisherigen wirtschaftspolitischen Ankündigungen Trumps seien beunruhigend, sagte der BDI-Chef. Es sei falsch zu glauben, man könnte im 21. Jahrhundert durch das Hochziehen nationaler Grenzen auf Dauer gewinnen: „Niemand ist eine Insel.“

Die von Trump angedrohten Strafzölle für ausländische Autobauer müsse man ernst nehmen. Sie machten viele nachdenklich. Es müsse aber mit Ruhe und Gelassenheit sowie mit Fakten gegengehalten werden.

Die deutsche Wirtschaft werde aufmerksam zuhören, wenn Trump heute seine Präsidentschaft skizziere. Eine Trendwende weg vom Freihandel hin zur Abschottung würde der Weltwirtschaft und insbesondere der exportorientierten deutschen Wirtschaft schaden, sagte Kempf.

Für die deutsche Wirtschaft erwartet der BDI im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von rund 1,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten werde von 43,5 Mio. um bis zu 500 000 steigen.

Neue Konjunkturdaten aus China deuten darauf hin, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft langsam wieder Fahrt aufnimmt. Die Erzeugerpreise sind im Dezember so schnell gestiegen wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Auch die Verbraucherpreise legten um 2,1 Prozent zu. Angekurbelt durch den boomenden Wohnungsmarkt, die steigenden Infrastrukturausgaben und das Kreditwachstum ist Chinas Wirtschaft von Januar bis September um 6,7 Prozent gewachsen, so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr. dpa

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11.01.2017, 06:00 Uhr

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