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Niersbach-Rücktritt

Deutscher Fußball vom Rückzug geschockt

Bundestrainer Joachim Löw zeigt sich ebenso wie Bayern-Vorstand Matthias Sammer und Fußball-Ikone Uwe Seeler von Niersbachs Rücktritt bestürzt.

10.11.2015

Von SID

Frankfurt Der deutsche Fußball steht nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach unter Schock. Joachim Löw zeigte sich "natürlich sehr betroffen, überrascht und sehr traurig. Unabhängig von allen juristischen Fakten, die es gibt, denke ich, dass der Wolfgang ein fantastischer Präsident für uns war", sagte der sichtlich angegriffene Bundestrainer: "Er hat den Fußball immer geliebt, er hat für den Fußball alles getan. Er war für uns jederzeit ein hervorragender Ansprechpartner und deswegen tut es mir persönlich sehr, sehr leid, dass er zurückgetreten ist."

Auch die Bundesliga reagierte bestürzt. "Ich bin schon überrascht und auch ein wenig betroffen. Ich habe sehr viel mit Wolfgang zu tun gehabt, er ist ein guter Bekannter, ein Freund von mir und unserer Familie. Das tut mir persönlich sehr leid", sagte Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer. Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz erklärte, Niersbach habe "den Weg für einen Neubeginn geebnet - für diesen Schritt gebührt ihm großer Respekt. Das gesamte Wirken von Wolfgang Niersbach für den DFB und den Fußball allgemein allerdings nur auf diese Affäre zu reduzieren, ist nicht in Ordnung und wird ihm in keiner Weise gerecht. Fest steht aber auch, dass jetzt lückenlos aufgeklärt werden muss, damit der Fußball in Deutschland nicht weiter Schaden nimmt."

Deutschlands Fußball-Ikone Uwe Seeler betonte, er fände den Rücktritt "sehr schade. Ich hätte ihn gerne länger als Präsident gesehen." Der 1974er-Weltmeister Paul Breitner lobte Niersbach für "den Anstand, nicht auf irgendwelche Bauernopfer auszusein. Ich kann nur sagen, Respekt. Das war notwendig und richtig so."

Auch die Politik geht davon aus, dass es mit dem Rücktritt von Niersbach nicht getan sein wird. "Anstatt eine Agentur und eine Kanzlei nach der anderen mit der Schadensbegrenzung zu beauftragen, sollten der DFB und die Beteiligten, allen voran die Herren Beckenbauer, Netzer, Zwanziger und Niersbach endlich reinen Tisch machen und die Wahrheit erzählen", sagte Grünen Sport-Politiker Özcan Mutlu.

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Erstellt:
10. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
10. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. November 2015, 12:00 Uhr

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