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Berlin

Deutschland ist Eldorado für Geldwäsche

In Deutschland bleiben nach einer Studie vor allem Geldwäsche-Deals außerhalb des Finanzsektors unentdeckt - und damit ein Großteil aller illegalen Geschäfte.

22.04.2016
  • DPA

Berlin. Insgesamt dürfte sich das Geldwäschevolumen in Deutschland einschließlich Gastronomie und Glücksspiel auf mehr als 100 Milliarden Euro im Jahr belaufen. Das wäre etwa doppelt so viel wie bisher angenommen, wie aus der im Monatsbericht des Finanzministeriums aufgeführten Studie hervorgeht. Das "Dunkelfeld im Nicht-Finanzsektor" - dazu gehören Immobiliengeschäfte, Yachthandel und Kunstgeschäfte - ist demnach auf mindestens 15 000 bis 28 000 Verdachtsfälle jährlich zu schätzen.

Das geschätzte finanzielle Volumen nicht angezeigter Fälle sei erheblich, heißt es unter Berufung auf die Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Es dürfte allein im Nicht-Finanzsektor 20 Milliarden bis 30 Milliarden Euro umfassen. Das Finanzministerium hatte jüngst Lücken im Kampf gegen Geldwäsche auf Ebene der Bundesländer eingeräumt. Sie sind für die Kontrolle im Nicht-Finanzsektor zuständig. Den Finanzsektor überprüft die Aufsicht Bafin.

Nach Ansicht des Grünen-Experten Gerhard Schick zeigen die Schätzungen "in erschreckender Weise, dass es bei Geldwäsche nicht nur um Panama gehen kann". Auch in Deutschland werde sehr viel illegales Geld investiert.

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22.04.2016, 06:00 Uhr

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