Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Deutschlands einziges Indoor-Bushcamp in Loßburg / Für Familien und Gruppen / Südlicher
Über der elektrischen Glut kocht im Topf keine Suppe. Aber gut schaut sie aus.
Afrikanisches Abenteuer in der Garage

Deutschlands einziges Indoor-Bushcamp in Loßburg / Für Familien und Gruppen / Südlicher Sternenhimmel

Nach Afrika ist es gar nicht weit. Ein paar Kilometer bis ins Zentrum nach Loßburg, dort um ein paar Ecken rum, ein paar Treppen runter, eine schwere Stahltür öffnen, Schuhe und Strümpfe ablegen und schon kann man die Zehen in warmen Steppensand bohren, über sich den südlichen Sternenhimmel bewundern, kann Palmen wedeln sehen und das brutzelnde Steak vom Lagerfeuer riechen.

07.11.2015
  • Hannes Kuhnert

Loßburg. Wir sind im Indoor Bushcamp Loßburg, dem vermutlich einzigen überdachten Bushcamp hinter Schloss und Riegel in Deutschland, dazu noch in einer ehemaligen Feuerwehr-Garage in Loßburg. Man muss schon so afrika-verrückt sein wie das Ehepaar Heike und Thomas Reichert, das bei einer Safari wohl ein Glas Wein zu viel getrunken und die Idee vom Indoor-Bushcamp geboren hatte. Eine Idee, die sie nimmer los ließ. Familie Reichert hatte vor 17 Jahre das Traditionshotel „Bären“ in Loßburg gekauft und bis Ende 2014 betrieben. Jetzt wird der „Bären“ nur noch als „Hotel garni“ geführt und soll verkauft werden. Heike Reichert hat das südafrikanische Spezialitäten-Haus „Wyn-Winkel“ im Brunnenweg in Loßburg runderneuert. Darunter liegt auch das Camp. Anderthalb Jahre und eine Investition von rund 50 000 Euro nach der „Wein-Idee“ wird das Camp immer häufiger für einen außergewöhnlichen Abenteuer-Abend von Familien, Gruppen, Vereinen, Stammtischen gebucht. Mindestens zehn Personen sollten es sein.

Sie treten – ohne Schuh‘ und Strümpf‘, wenn‘s beliebt mit Flip-Flops – in eine völlig neue Welt ein. Sieben Tonnen aufgeheizter Sand, Fototapete und Filmleinwände, Plastikpalmen und Kunstagaven, rohe Holztische aus Kabeltrommeln, Stühle aus Rohrgeflecht, Wasserfall und Brunnen, Feuerstelle und Bretterbude gaukeln ein afrikanisches Camp in der Savanne vor. Am Horizont zockelt auf der Filmleinwand eine Büffelherde vorbei, Zebras und Gnus lassen sich nicht von der elektrischen Glut der Feuerstelle schrecken und der unendliche Himmel bietet im Lauf des Abends reichlich Abwechslung. Zum dramatischen Sonnenuntergang gibt es den obligatorischen Sundowner – einen Cocktail – aus der Heckklappe eines Toyota-Pickups. Später, wenn über 30 verschiedene Sternbilder über den südlichen Nachthimmel flimmern oder gar der Vollmond zum Heimgehen gemahnt, hat man längst vergessen, dass all den Sternenschein ein raffiniertes, 15 000 Euro teures Licht- und Ton-Programm steuert.

Das afrikanische Abenteuer beginnt gewöhnlich gegen 18.30 Uhr, kann, je nach Lust und Ausdauer, bis zu sieben Stunden dauern und kostet all inclusiv unverbindliche 100 Euro pro Person. Die Gäste sind meist stilvoll in Shorts und Buschhemd gekleidet, können auch mit einem passenden T-Shirt ausstaffiert werden. Thomas Reichert spielt den „Bwana“, ist Boss und Boy, Guide und Koch zugleich, zaubert kaltes Bier und weißen Wein aus dem Wasserloch und temperierten Roten aus der Höhle, hält die Feuerstelle unter Dampf, auf der eine Suppe aus Süßkartoffeln oder die exotische Bobotie köcheln, eine südafrikanische Spezialität aus Schwein und Rind, mit Datteln und Rosinen, viel Curry und Reis. Auf dem Grill brutzeln Steaks von Krokodil und Strauß – man kann auch auf Rind oder Zebra ausweichen – die Gäste kneten sich im Schein von Öllampen ihr eigenes Buschbrot und nach dem Überraschungs-Dessert tröpfelt der Kaffee aus einer Blechkanne von der Feuerstelle.

Drumherum rankt sich ein Abend voller neuer Eindrücke und Geschichten. Thomas Reichert kann viel von fremden Kontinenten und Ländern erzählen, hat Wüsten, Steppen und Urwälder durchstreift, ist mit dem badischen Weltenbummler Matto Barfuß (der wochenlang mit Geparden lebte) befreundet und bereitet derzeit seine zehnte von ihm geführte Afrika-Safari vor.

„Aus einer verrückten Idee wurde doch noch schöner Ernst“, sagt Thomas Reichert zufrieden. „Wir wollen mit dem Bushcamp etwas von unserer Liebe zu Afrika weitergeben, wollen unsere Gäste animieren, mitzumachen, mit uns zu spielen und einen ganz und gar ungewöhnlichen Abend zu erleben“.

Info: Weitere Informationen unter www.bushcamp-lossburg.de.

Deutschlands einziges Indoor-Bushcamp in Loßburg / Für Familien und Gruppen / Südlicher
Ein Bushcamp in der unendlichen Weite Afrikas mit wilden Tierherden am Horizont gaukeln Fototapete und Filmleinwand vor. Und über allem prangt ein Sternenhimmel.Bilder: rt

Deutschlands einziges Indoor-Bushcamp in Loßburg / Für Familien und Gruppen / Südlicher
Als Gastgeber fungieren Heike und Thomas Reichert. Sie bringen reiche Afrika-Erfahrung mit.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.11.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball