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Dichtes Gedränge hinterm Zaun
Dichtes Gedränge herrschte gestern am Einlass. Bild: Kuball
Sozialaktion

Dichtes Gedränge hinterm Zaun

Mehr als 700 Bedürftige kamen gestern zum Marmorwerk. Dort konnten sie sich für die Weihnachtsfeiertage kostenlos mit Naturalien und mehr eindecken.

24.12.2016
  • Willy Bernhardt

Zur Eröffnung des zehnten Horber Heiligabend-Marktes vor dem Marmorwerk herrschte dichtes Gedränge hinter dem aufgestellten Zaun,
und es bedurfte einiger lauter und eindeutiger Worte der Organisatoren, um dieses kurzzeitige Chaos in einigermaßen geordnete Bahnen zu leiten.

Initiator Rolf Maier, der nach eigenem Bekunden im kommenden Jahr hinsichtlich der von ihm vor zehn Jahren aus der Taufe gehobenen großen Horber Sozial-Aktion ins zweite Glied zurücktreten möchte, führte die anfängliche Hektik darauf zurück, dass die Hilfsbedürftigen gleich von zwei Seiten her auf den Einlass zuströmten. „Das ist im Pausenhof der Gutermann-Grundschule besser, da hier alle nur von einer Seite her aufs Gelände kommen können“, fügte er an.

Eröffnet wurde der Heiligabend-Markt auch in diesem Jahr mit besinnlichen Worten von Diakon Klaus Konrad, der vor der Öffnung der Metallzäune noch die Segnung der von den beiden Isenburger „Weihnachts-Engeln“ verteilten Kerzen vornahm. Konrad zitierte aus dem Lukas-Evangelium und versuchte zu vermitteln, was Weihnachten bedeutet. Auf seine Frage hin, wer denn aus Syrien stamme, gingen zahlreiche Hände nach oben. Gemeinsam wurden einige Weihnachtslieder angestimmt.

Doch nach dem anfänglichen Tohuwabohu stellte sich sehr schnell disziplinierte Ruhe ein. Die Hilfsbedürftigen bewegten sich in einer langen Schlange von Stand zu Stand, um sich dort vom ehrenamtlichen Stand-Personal mit Nahrungsmitteln, aber auch mit Drogeriebedarf oder Kinderspielsachen, versorgen zu lassen. Sichtlich zufrieden stellte Rolf Maier nach drei Stunden fest, dass nahezu alle Angebote Abnehmer fanden und er nur noch einen kleinen Rest an Übriggebliebenem am Dienstag an die verschiedenen Tafelläden weiter reichen werde.

Besonders gefreut hat er sich darüber, dass viele Horber dem Aufruf nach Kuchenspenden gefolgt sind. „Wir hatten fünf Torten und noch ofenwarmen Zopf.“ Hinzu kamen noch diverse Marmorkuchen-Spenden aus Mühlen, wie Gemüsestand-Chefin Heidi Wendlandt hoch erfreut ergänzte. Eines hob Rolf Maier besonders hervor: „Heute waren keine Sozial-Schmarotzer dabei, sondern ausnahmslos Menschen, die tatsächlich auf diese Form der Hilfe angewiesen sind.“

Natürlich ist die Aktion nur durch die Unterstützung etlicher Sponsoren möglich. An dem vom Nordstetter Franz Xaver Lutz mit seinem Team geleiteten Fleischstand wurden die Hilfsbedürftigen mit Schweine- und Geflügelbraten, Wildgulasch, schwäbischen Maultaschen oder Geflügel-Maultaschen versorgt, die von die Autohäuser AHG, Daub, Waldner sowie eine Privatperson gesponsert wurden. Kräuter und Gewürze hielten Ilse Braitmaier und Peter Keller bereit und bei Diana Ruff und Team waren Nudeln, Reis, Rot- und Weißkraut (vom „Kö23“) sowie Öle aus der Empfinger Ölmühle Brändle erhältlich.

Der Frühstücks- und Dessert-Stand wurde von Clara, Sandra und Cilia Pittermuz geführt
und beim Brot-, Backwaren- und Kuchenstand von Nadine Hofer und Team gab’s Gutes und Frisches von den Bäckereien Ziegler, Sehne.

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24.12.2016, 01:00 Uhr

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