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Kommentar zu Fahrverboten für alte Diesel

Dicke Luft in Stuttgart

05.10.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Viel ist schon versucht worden, um die Luft in den Zentren deutscher Großstädte zu verbessern. Es sind Umweltzonen und grüne Plakette erfunden worden, Lkw-Durchfahrverbote und Moos-Wände als Feinstaub-Filter. Gereicht haben die Maßnahmen nie, schon gar nicht im Stuttgarter Talkessel. Ob nun Blaue Plakette und Extra-Spuren für E-Busse der Stadt und damit auch dem Land aus der durch Klagen verschärften Misere helfen?

Angesichts der Historie ist eine gewisse Skepsis angebracht. Die Politik kann dem Problem nur hinterherlaufen, wenn sie nicht zu drastischen Maßnahmen greifen will, die gänzlich unpopulär wären – und dem Standort schaden könnten.

Nötig ist daher nicht nur eine Verständigung der Landesregierung auf konkrete Maßnahmen. Es bedarf auch einer gesamtgesellschaftlichen Debatte darüber, wie sich das Bedürfnis nach individueller Mobilität, Wachstum im Autoland und sauberer Luft auf Dauer vereinbaren lassen. Grün-Schwarz wäre hier eigentlich als Moderator gefragt. Doch in Stuttgart herrscht nicht nur bei der Feinstaubbekämpfung dicke Luft. Auch der Streit um die Windkraft ist Ausweis einer Koalition, die ihre Gemeinsamkeiten noch sucht.

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05.10.2016, 06:00 Uhr

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