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Didi watscht Merkel ab
"Ein Stückchen Scharia gebracht": Didi Hallervorden legt noch einmal nach. Foto: dpa
Achtung, Satire!

Didi watscht Merkel ab

Im Streit um den Komiker Jan Böhmermann meldet sich sein Kollege Didi Hallervorden erneut zu Wort. Diesmal dichtet er - auf die Kanzlerin.

19.04.2016
  • DPA

Berlin. Der Komiker Dieter Hallervorden (80) hat im Satirestreit nachgelegt und ein Lied auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gedichtet. Seinen "neuen satirischen Song" mit dem Titel "Merkel - zu allem bereit" postete er am späten Sonntagabend bei Facebook: "Sie war einst junger Pionier. Sie hat schon früher gut taktiert. Und danach auf Jungfrau Maria gemacht. Und uns jetzt ein Stückchen Scharia gebracht", singt er.

Hallervorden reagiert damit auf die Entscheidung der Bundesregierung, auf Wunsch des türkischen Präsidenten Erdogan den Weg für ein gesondertes Strafverfahren gegen den Satiriker Jan Böhmermann frei zu machen. In dem Lied heißt es auch: "Aus Plaste und Elaste ist ihr Rückgrat gemacht. Über den Diktator wird hier nicht mehr gelacht. Tschüss, Kunstfreiheit."

Bereits vor einer Woche hatte Hallervorden aus Solidarität mit Böhmermann in einem Lied gespottet: In "Erdogan, zeig mich an" heißt es unter anderem: "Ich sing einfach, was du bist. Ein Terrorist, der auf freien Geist scheißt."

Böhmermann hatte Ende März in seiner Fernsehshow "Neo Magazin Royale" mit einem Schmähgedicht gegen Erdogan ein gewaltiges politisches Echo ausgelöst. Am Wochenende kündigte Böhmermann eine Fernsehpause an. Es gebe möglicherweise bedeutsamere Themen als die Diskussion um ein Gedicht, stand auf seiner Facebook-Seite. "Darüber hinaus ist die Redaktion davon überzeugt, dass ein weiterer Song von Dieter ,Didi Hallervorden zum Thema unbedingt zu verhindern ist."

Unterdessen will das ZDF auch nach dem Wirbel um das Schmähgedicht von Jan Böhmermann zu seinen Satire-Sendungen stehen. "Es sind keine Änderungen geplant", sagte ein ZDF-Sprecher gestern auf die Frage, ob Konsequenzen aus dem Gedicht über Erdogan wie zum Beispiel strengere Abnahmen beabsichtigt seien.

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19.04.2016, 06:00 Uhr

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