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Bis ganz nach oben

Die Alternative Liste bot im Ferienprogramm Baumklettern an

Wer normalerweise nur auf den Apfelbaum in Nachbars Garten klettert, ist mächtig beeindruckt von dem fast 20 Meter hohen Baum, den 25 Kinder im Rahmen des Wannweiler Ferienprogrammes am Freitag unter Anleitung zweier erfahrener Kletterinnen erklommen haben.

18.08.2015
  • Miri Watson

Wannweil. Dank des Gewitters in der Nacht zuvor ist es am Freitagvormittag angenehm kühl im Wald. Das ist gut, denn das Baumklettern ist auch ohne große Hitze mühevoll genug für die 25 sechs- bis elfjährigen Kinder. „Es war zwar schon ein bisschen anstrengend, aber es hat richtig Spaß gemacht auf den Baum zu klettern. Man hat sich so ein bisschen schwerelos gefühlt“, berichtet die neunjährige Anna-Lena nachdem sie ihren Aufstieg erfolgreich gemeistert hat. An dem Sommerferien-Angebot, das die Alternative Liste Wannweil bereits zum dritten Mal anbietet, findet die Drittklässlerin besonders gut, dass sie Freunde sehen kann, die sie sonst eher selten sieht.

Am Morgen wurden die Kinder in drei Gruppen aufgeteilt, die jetzt nacheinander den Baum erklimmen dürfen. Eigentlich hätte der Baumpfleger und Kletter-Profi Gerhard Strasser die Kinder in schwindelnde Höhen führen sollen. Er ist in Wannweil kein Unbekannter, auch die letzten beiden Male hat er für die Alternative Liste das beliebte Baumklettern angeleitet. Und dabei den Kindern viel über Bäume, deren Wachstum und die nachhaltige Nutzung erzählt. Doch Strasser musste diesmal krankheitsbedingt kurzfristig absagen. An seiner Stelle sind heute die Schülerin Pritam Erbe und die Baumpflegerin Nicole Wetzel nach Wannweil gekommen, beide 18 Jahre alt und ebenfalls sehr erfahrene Kletterinnen.

Die beiden haben eine besonders schöne hohe Buche ausgewählt, die für die Kletteraktion geeignet ist. Jetzt erklären sie den Kindern nacheinander die Sicherungstechnik, helfen beim Angurten und beantworten alle Fragen. Drei Kinder können gleichzeitig den Baum bezwingen, für Notfälle gibt es noch ein viertes Hilfsseil, an dem Erbe oder Wetzel in den Baum steigen können, um ängstliche Kinder beim Abstieg zu unterstützen. Fabian hat den Abstieg zwar alleine geschafft; dennoch betont er, als er wieder am Boden ist, wie aufregend es sein kann, ganz oben im Baumwipfel zu sitzen: „Da hat man wirklich richtig Schiss. Wenn man auf dem Ast sitzt, dann denkt man, der kracht gleich runter“, sagt der Achtjährige, der auch sonst gerne klettert. Nachdem man es geschafft habe auf den Baum und wieder herunterzuklettern, sei man dann aber richtig stolz.

Erbe und Wetzel haben zwar schon öfter Kinderklettern betreut, beim Wannweiler Ferienprogramm sind sie aber in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Die Gemeinderätin Eva Ziegler, die das Angebot mitorganisiert hat, freut sich über das Engagement der beiden 18-jährigen: „Die machen das wirklich gut mit den Kindern“, so Ziegler. Das findet auch die elfjährige Ella: „Es ist toll, dass die Betreuer hier so nett sind“. Wer gerade selber nicht klettert, darf auf dem Grillplatz am Jägerplatz Fußball spielen, basteln oder in den Wald gehen, um dort zu toben. Einige Kinder sammeln Feuerholz fürs Mittagessen, andere spitzen die Stöcke zum Grillen an. So sind die Teilnehmer/innen den ganzen Tag beschäftigt. Mittags gibt es rote Würste für alle, Mais und herrlich duftendes Stockbrot. Sobald die Kinder satt sind, rennen sie zum Kletterbaum und fragen bei Erbe und Wetzel nach: „Darf man vielleicht nachher auch noch ein zweites Mal hoch?“.

Wie bereits bei den beiden letzten Malen, war das Kletterangebot auch in diesem Sommer mit 25 Kindern wieder rasch ausgebucht. Finanziell unterstützt wurde das Angebot von der Gemeinde Wannweil und der Kreissparkasse.

Die Alternative Liste bot im Ferienprogramm Baumklettern an
Fast bis unter die Baumkrone der hohen Buche durften die jungen Kletterer (im Bild: Hannah) beim Ferienprogramm in Wannweil aufsteigen.Bild: Franke

Eine Neuerung beim Wannweiler Sommerferienprogramm: Erstmals wurden das Programm, das bisher die Gemeinde mit den örtlichen Vereinen angeboten hatte, und die Ferienbetreuung durch den Förderverein der Uhlandschule zusammengelegt. Damit kommen Gemeinde und Förderverein dem Wunsch vieler Eltern nach Ganztagesbetreuung auch während der Ferien nach. Der Förderverein hat die Betreuung in den beiden ersten Ferienwochen übernommen, später auch in der letzten Woche vom 7. bis 11. September. In dieser Zeit gibt es wieder einen Mitmach-Zirkus. Zwischen den Trainingseinheiten am Vor- und Nachmittag kümmert sich der Förderverein um die Kinder. Das Training mit Diabolo, Devilstick, Lauftrommel oder Jonglage übernhemen erfahrene Artisten der Kinder- und Jugendzirkusse Picobello (Reutlingen, Freie Georgenschule) und Zambaioni (Tübingen). In der Mittagspause gibt es als Abwechslung auch Bastel- und Freiluftangebote.

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18.08.2015, 12:00 Uhr

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