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Die Bahn hat noch viel zu tun

01.10.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Kaum ist der Markt bei den Fernbussen bereinigt, schon erhöht die Deutsche Bahn die Preise im Fernverkehr. Die Konkurrenz der Busse kostete sie viel Fahrgäste und Geld. Doch nachdem mit Flixbus praktisch nur noch ein Anbieter übrig geblieben ist, dürfte er nicht mehr so viele Billigst-Tickets anbieten. Das gibt der Bahn Luft, um selbst an dieser Schraube zu drehen.

Ein Blick ins erste Halbjahr zeigt, dass sie den Zuschlag betriebswirtschaftlich dringend braucht: Da konnte sie zwar die Zahl der Fahrgäste um mehr als zehn Prozent erhöhen. Sie verdiente aber kaum Geld, weil sie viele 19-Euro-Tickets verkaufte und die Bahncard-Besitzer mit Rabattaktionen lockte. Billigtickets verspricht sie auch in Zukunft. Sie sind ein zweischneidiges Schwert: Wer kein Sonderangebot abbekommt, ist leicht verärgert.

Viele Fahrgäste würden der Bahn höhere Preise zubilligen, wenn die Leistung stimmt. Aber bei der Pünktlichkeit hapert es noch immer: In vielen Monaten dieses Jahres war mindestens jeder fünfte Fernzug unpünktlich. Die Wagen mögen sauberer sein, aber das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, genauso wie bessere Hinweise auf den Bahnsteigen oder nicht ständig Züge mit „umgekehrter Wagenreihung“. Bis zu einer wirklich guten Bahn müssen sich alle Beteiligten noch schwer anstrengen.

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01.10.2016, 06:00 Uhr

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