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Verkehr

Die Bahn ist in Berlin mit dem Radl da

Ein neuer Fahrradmietservice in der Hauptstadt und pünktlich abfahrende Züge sollen Kunden anlocken.

04.11.2016

Von DPA/AFP

Sylvia Lier, Vorsitzende der Geschäftsleitung von DB Fuhrpark-Service, posiert mit einem der Mietfahrräder. Foto: dpa

Berlin/Frankfurt. Im kommenden Jahr machen sich zwei große Anbieter von Leihfahrrädern in Berlin Konkurrenz: die DB Rent der Bahn und das Leipziger Unternehmen Nextbike.

Die Deutsche Bahn startet ihr neues Angebot im Frühjahr mit 3500 Rädern, doppelt so vielen wie bisher. Der Sponsor des neuen Dienstes mit dem Namen „Lidl-Bikes“ ist der Lebensmittelhändler Lidl. Die Bahn muss bis zum Jahresende ihre bisherigen Standorte von Call a Bike räumen, da Nextbike im Juni den Zuschlag der Senatsverwaltung für ein neues Verleihsystem erhalten hatte.

„Wir wollen aber in Berlin bleiben“, sagte Sylvia Lier, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Rent. Deshalb plane man in der Stadt nun das größte Fahrradangebot der Deutschen Bahn. Bisherige Kunden von Call a Bike können auch das neue System in Zukunft nutzen. Anders als bisher soll es keine Ausleih- oder Rückgabestationen mehr geben. Die Räder werden in der Nutzungszone innerhalb des S-Bahnrings verteilt.

Unterdessen berichtete die „Frankfurter Allgemeine Woche“, dass die Bahn pünktlicher werden will, indem sie die Zugtüren früher schließt. Die Abfahrt am Bahnhof solle künftig sekundengenau erfolgen, sagte Konzernchef Rüdiger Grube dem Blatt. Bei einem Pilotprojekt in Frankfurt dürften Zugführer die Türen derzeit eine Minute vor Abfahrt schließen. „Der Zug kann nun exakt zur fahrplanmäßigen Zeit losfahren.“ Die Kunden verlangten zu Recht, dass der Zug „zum Zeigersprung“ starte.

Grube äußerte Verständnis für möglichen Ärger bei zu spät kommenden Fahrgästen. Ihm sei es auch schon passiert, dass er 30 Sekunden zu spät gekommen sei und vor verschlossenen Türen stand. „Aber die 500 Reisenden im Zug waren zufrieden, weil es auf die Sekunde pünktlich losging.“ Ziel ist eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Fernverkehr. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät eintrifft. dpa/afp

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Erstellt:
4. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
4. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. November 2016, 06:00 Uhr

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