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Weniger Feinstaub in Tübingen

Die Belastung ist so gering wie noch nie

Die Feinstaubbelastung in der Mühlstraße und in Unterjesingen ist im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Die Stickstoffdioxid-Belastung hingegen blieb zu hoch.

16.06.2015
  • slo

Tübingen. Eine so geringe Feinstaubbelastung hat es weder in der Mühlstraße noch in der Ortsdurchfahrt Unterjesingen in den vergangenen zwölf Jahren gegeben. Der Tagesmittel-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wurde im vergangenen Jahr in der Mühlstraße an 14 Tagen, in Unterjesingen an acht Tagen überschritten. Erlaubt sind 35 Überschreitungstage. Im Jahr davor wurde dieser Wert in der Mühlstraße noch an 46 Tagen, in Unterjesingen an 31 Tagen überschritten.

Die Stadtverwaltung Tübingen macht für diese relativ geringe Überschreitungshäufigkeit neben den Verbesserungen der Abgastechnik auch die umgesetzten Maßnahmen aus den Luftreinhalte- und Aktionsplänen verantwortlich. Zu diesen Plänen gehören unter anderem die Umweltzone, die in ganz Tübingen gilt, sowie die Tempo-30-Zonen, wie in Unterjesingen. Dort wurden die zulässigen 35 Überschreitungstage auch in den vergangenen vier Jahren nicht mehr erreicht – seit dort Tempo 30 gilt. Im Jahr 2010 wurde der Wert in Unterjesingen noch an 51 Tagen übertreten – ein Jahr später nur noch an 34. Die acht Überschreitungstage sind der bisher niedrigste Wert.

Das gilt auch für die Mühlstraße. Dort schwankten die Überschreitungstage in den letzten Jahren zwischen 53 und 25. Die 14 Tage von 2014 sind auch dort der bisherige niedrigste Wert. Feinstaub entsteht durch Aufwirbelungen von Straßenstaub, aus Holzheizungen und Dieselmotoren.

Holzheizungen und Dieselmotoren sind hauptverantwortlich für die Belastung mit Stickstoffdioxid. Der erlaubte Jahresmittelwert dieses Schadstoffes ist 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Er wird nach wie vor an beiden Mess-Stellen überschritten. Zwar geht der Trend nach unten, aber er ist sowohl in Unterjesingen (Jahresmittelwert 45 Mikrogramm) als auch in der Mühlstraße (56 Mikrogramm) noch zu hoch.

Stickstoffdioxid kann für Allergiker gefährlich sein, weil es eine Bronchialverengung auslösen kann. Das Gas schädigt außerdem Pflanzen.

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16.06.2015, 12:00 Uhr

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