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Kontrolle auf den Schleichwegen

Die Bühler Ortsdurchfahrt ist seit Dienstag dicht

Seit Dienstag ist die Ortsdurchfahrt Bühl gesperrt. Die Umleitungen führen wie erwartet zu Staus. Diese seien aber nicht dramatisch, so die Einschätzung der Ordnungsämter in Tübingen und Rottenburg.

14.07.2015
  • Angelika Bachmann

Tübingen / Rottenburg. Erfahrungsgemäß brauche es bei einer Baustelle ein paar Tage, bis sich alles halbwegs zurechtgeruckelt habe, sagt Andreas Kerth, Leiter der Abteilung Verkehr der Tübinger Stadtverwaltung.

Dann haben die Pendler die Lage gesichtet, sortiert und für sich entschieden: vielleicht während der Zeit doch mit dem Zug oder dem Fahrrad zu fahren, vielleicht eine halbe Stunde früher zu starten, die innerörtliche oder die großräumige Umfahrung zu nehmen. Oder sich eben eine Viertelstunde in den Stau zu stellen. Drei Monate wird die Erneuerung der Bühlertalbachbrücke dauern. Der überörtliche Verkehr wird in dieser Zeit über Hirschau durchs Neckartal geleitet.

Die Baustelle in Bühl wurde erst Dienstagachmittag eingerichtet. Auf der innerörtlichen Umleitungsstrecke durch das Wohngebiet über die Weilerburgstraße war es deshalb am Dinestagmorgen noch einigermaßen ruhig. Am Nachmittag sah das schon ganz anders aus. Vor dem Kindergarten gibt es jetzt eine Ampelanlage, damit die Kleinen die Straße einfacher überqueren können, sagte Kerth. Die Baufirma hatte den Druckknopf erst in für Knirpse unerreichbarer Höhe angebracht. Das sei jetzt aber behoben.

Hirschauer Umleitung wird von vielen ignoriert

Probleme gab es, wie vorab von den Ordnungsämtern befürchtet, an der Rottenburger Osttangente. Dort treffen die Verkehrsströme von der Autobahn und von Balingen her an der Ampelkreuzung vor der Sülchenkirche zusammen. Im Berufsverkehr gab es deshalb Rückstaus. Diese seien aber nicht dramatisch gewesen, so Markus Braun, Leiter des Rottenburger Ordnungsamtes. Auch die Pförtnerampel vor Wurmlingen – schon im normalen Verkehr ein Flaschenhals – brachte Stop-und-Go-Verkehr zwischen Wurmlingen und Rottenburg.

Einige wenige hatten sich dafür entschieden, auf dem nur für landwirtschaftlichen Verkehr zulässigen Weg durch die Neckarauen von Rottenburg nach Tübingen zu fahren. Sie trafen auf halber Strecke auf einen freundlichen Herrn vom Rottenburger Ordnungsamt, der sie anhielt und nach ihrer Genehmigung fragte. Die Antwort der jungen Frau, die kurz vor 8 Uhr mit dieser ihr sichtlich unangenehmen Frage konfrontiert wurde: „Ich habe mich verfahren. Mein Navi hat mir ganz merkwürdige Anweisungen gegeben. Und ich kenne mich hier nicht aus.“ Sollte die Antwort das Ordnungsamt nicht überzeugen, kostet die Fahrt über den Schleichweg sie 20 Euro.

Die Kennzeichen von elf Fahrzeugen landeten auf diese Art und Weise an diesem Morgen auf dem Klemmbrett des Rottenburger Ordnungsamts-Mitarbeiters. Seine Kollegen aus Tübingen waren nur einige hundert Meter weiter anzutreffen: am Hirschauer Rittweg. Der Verkehr aus Rottenburg in Richtung Tübingen wird dort durchs Gewerbegebiet geleitet. Das soll den Hirschauer Ortskern entlasten, der so nur den Verkehrsstrom in die andere Richtung verkraften muss. Theoretisch.

Viele folgten an diesem Morgen aber gar nicht der Umleitungsbeschilderung und fuhren auch in Richtung Tübingen durch Hirschau – ohne Anlieger zu sein. Sollte die Umleitung nicht angenommen werden, so Kerth, werde man sie möglicherweise unattraktiver machen und die Fahrbahn am Ortseingang mit einer Halbschranke sperren. Anwohner können diese umfahren – müssen dann aber eine Lücke im Gegenverkehr abwarten.

In der Nähe der Bushaltestelle am Rittweg hatte das Ordnungsamt einen Blitzer aufgestellt. Der hatte aber angesichts des dichten und langsam fließenden Verkehrs am frühen Morgen wenig zu tun. Das könne zu anderen Uhrzeiten anders aussehen, sagte Kerth. „Der Rittweg ist lang und gerade.“ Man wollte dort zudem den Verkehrsfluss beobachten, so Kerth. Die Gewerbetreibenden am Rittweg hatten die Befürchtung, dass der Umleitungsverkehr so massiv werden könnte, dass man aus den Grundstücken der Firmen nur noch schwer ausfahren kann. Dem war aber nicht so, sagte Kerth. Man werde die Lage aber weiterhin beobachten.

Die Bühler Ortsdurchfahrt ist seit Dienstag dicht
Die Umleitungsstrecke in Bühl führt direkt am Kindergarten vorbei. Dort ist jetzt eine Ampel eingerichtet, damit die Kinder die Straße besser überqueren können.

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14.07.2015, 12:00 Uhr

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