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Kommentar Feuerwehr

Die Fähigkeiten fördern

Mit Bernhard Schick hat die Feuerwehr Rottenburg-Stadtmitte eine gute Wahl getroffen. Der Mann hat reichlich Führungserfahrung bei der Jugendfeuerwehr, er hat sich auch an anderen Stellen engagiert und Verantwortung übernommen. Er ist vom Naturell her jemand, der integrieren kann.

10.02.2010
  • Gert Fleischer

Damit ist das Problem, das die Abteilung hat, nicht gelöst. Schick hatte den Mut, Manfred Trapp als seinen Ziehvater zu bezeichnen. Wenn es in der Mannschaft wirklich eine Opposition gibt, von der Stadtbrandmeister Roland Kürner sprach, dann ist das gute, aber keineswegs einstimmige Wahlergebnis nur ein Anfang auf dem Weg zu einem Team, in dem jeder für den anderen einsteht. Schick ist sich seiner Aufgabe bewusst; seine anderen Ehrenämter wird er abgeben, um sich auf die Leitung der Feuerwehr Stadtmitte zu konzentrieren.

Die Abteilung ist jung. Die Jugendfeuerwehr eingerechnet, hat sie einen Altersdurchschnitt von 26 Jahren, die Aktiven allein kommen auf 31 Jahre. Der Blick über die Versammlung am Montagabend zeigte deutlich: Da sitzen ungewöhnlich viele Heranwachsende. Anfang, Mitte zwanzig sind die wenigsten Menschen so weit, dass sie im Miteinander bei Meinungsverschiedenheiten, bei Streit, bei Benachteiligung die geeigneten Mittel finden, Probleme zu lösen. Es ist zwar richtig, aber trotzdem leicht gesagt, Kritik offen vorzubringen. Jeder prüfe sich selbst, ob ihm das immer gelingt. Was junge Leute derzeit den so immens populären TV-Formaten Comedy, Late-Night-Show, Superstars und anderen entnehmen, ist vor allem eins: Häme.

Es wäre sinnvoll, dass es bei der Feuerwehr neben Schulungen für Führungsleute und vielen technischen Lehrgängen hin und wieder auch Seminare gäbe, die soziale Fähigkeiten trainieren. In anderen Lebensbereichen, wo es um das konfliktträchtige Miteinander von Menschen geht, gibt es Supervision oder Coaching.

Feuerwehrleute – die meisten machen diesen Dienst ehrenamtlich – sollen im Einsatz immer perfekt funktionieren. Dann löschen sie nicht nur Brände; wenn es sein muss, holen sie Menschen aus Rauch und Flammen, sie werden bei Unfällen konfrontiert mit dem teilweise entsetzlichen Anblick von schwerst Verletzten und Toten. Die Gesellschaft braucht die Feuerwehrleute. Sie sollte sie deshalb unterstützen, so gut es geht.

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10.02.2010, 12:00 Uhr

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