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Wasserstrahl trifft Tennisball

Die Feuerwehr übte an der Mähringer Härten-Grundschule

An der Härtenschule in Mähringen gab es gestern Feueralarm – zur Probe sowohl für die Feuerwehr, als auch für die Lehrer- und Schüler.

09.10.2010
  • Michael Sturm

Mähringen. Wenn der Ernstfall mit einem gewissen Maß an Spaß geprobt werden kann, bleibt ein positiver Eindruck zurück. Spaß war dabei, als Kameraden der Feuerwehr-Abteilungen aus Jettenburg und Mähringen gestern an der Härten-Grundschule in Mähringen einen Einsatz probten. Sie vermittelten den Kindern während des landesweiten „Helfertags“, welche Gefahr von Feuer ausgeht. Außerdem führten sie eine Brandschutzübung durch.

Die Rektorin Marie-Luise Dostmann und ihr Kollegium verinnerlichten sich auf diese Weise auch wieder einmal „die Logistik, dass man weiß, wer wohin muss.“ Das Thema Feuer sei bei den Viertklässlern ohnehin im ganzen Schuljahr aktuell. So habe man die Kinder im Unterricht gut auf die Übung vorbereitet, damit keine Panik entstehe. Denn die Feuerwehrleute kamen mit voller Ausrüstung: Ihre Gesichter waren mit Rauchschutzmasken bedeckt, die ganz schön gefährlich aussehen.

Die brauchten sie, als sie die Rettung von Konrektorin Vivien Glora und den Schülerinnen Miriam Glora und Miriam Schnabel aus einem Klassenzimmer im Hochparterre simulierten. Davor hatten sie den Raum und den Gang vernebelt. „Da wurde es mir mulmig“, meinte Miriam Schnabel. Doch dann kamen die Feuerwehrleute schon von der Tür her und fragten, wer als Erste gerettet werden wolle. Miriam Glora wollte. Sie wurde mit einem Rucksack-Knoten angeseilt und über die Leiter – unter Applaus der im Pausenhof Versammelten – in Sicherheit gebracht. Irgendwie komisch fand sie, „dass der Feuerwehrmann die Handschuhe auszog, als er den Knoten gemacht hat.“

Zunächst versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse in der Turnhalle der Schule und sahen sich eine Slideshow und Videoclips an. So lernten sie, wie Feuer entsteht und welche Stoffe – vor allem im Haushalt – besonders leicht entzündlich sind. Thomas Mangold von der Jettenburger Feuerwehr demonstrierte, wie sehr Feuer Sauerstoff benötigt: Er stülpte ein Glas über eine Kerze und die Flamme erlosch. Die Kinder staunten, als er einen mit Wasser gefüllten Luftballon über die nun wieder entzündete Flamme hielt und der Ballon deswegen nicht platzte. Er führte den beeindruckten Kindern eine Fettexplosion vor und demonstrierte schließlich, was passieren kann, wenn man unter der Bettdecke liest.

Um Viertel nach Elf kamen die Kollegen mit viel Tatütata in den teils abgesperrten Hof gefahren und starteten sofort die Rettungsaktion. Danach ging es im Schulhof hoch her. „Übungen mit Wasser kommen immer gut an“, sagte der Jettenburger Kommandant Dietmar Schnell schmunzelnd, als er seinen Blick über die Kinderschar schweifen ließ.

Die Feuerwehrleute hatten einen Parcours aufgebaut, an dessen Stationen sich die Kinder klassenweise austobten. Lukas Fischer aus Wankheim wurde ziemlich nass, als er an der Eimerkette teilnahm. Nebenan pumpten die Kinder unermüdlich, während andere den Wasserstrahl aus dem Feuerwehrschlauch nutzten, um Tennisbälle von Pylonen herunterzuschießen. Schließlich gab es die Station mit der querliegenden Leiter, an der die Kinder lernten, Knoten zu machen und auch wieder zu lösen.

Für die Feuerwehr bedeutete der Einsatz mehr als eine Übung. Man wolle die Kinder zum einen dafür sensibilisieren, anderen zu helfen, führte Mangold aus, daneben wolle man damit auch fürs Ehrenamt werben: „Kinder ab zehn Jahren sind für die Jugendfeuerwehren geeignet.“

Am „Helfertag“ des Landes Baden-Württemberg gehen „Blaulicht-Organisationen, wie Feuerwehren, Johanniter oder die Technische Hilfswerke landesweit an die Grundschulen. Dort üben sie mit Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klasse, wie man beispielsweise Pflaster richtig klebt, Verletzte tröstet, oder sich, wie in Mähringen, bei einem Brandfall verhält. Zuvor besprechen sich die Helfer mit der Schulleitung die genaue Aktion. Themen können rund um das Motto „Helfen macht Schule“ entwickelt werden. Auf diese Weise versuche man auch ein „Helfer-Gen“ zu entwickeln, so Thomas Mangold, von der Jettenburger Feuerwehr.

Die Feuerwehr übte an der Mähringer Härten-Grundschule
Wasser marsch und weg mit dem Ball! In Mähringen übten Kinder das Wasserspritzen. Bild: Sommer

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09.10.2010, 12:00 Uhr

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