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Zu viel Wein

Die Flasche fehlt

Und wieder einmal stellt sich die alte Frage: Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer?

20.03.2019

Von DPA

Weinflaschen werden knapp. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Als Glasinhalt dient dabei diesmal Wein. Die Weinernte nämlich war europaweit sehr gut. Es gibt also Unmengen Wein, was Liebhaber des flüssigen Kulturgutes natürlich freut. Leider nur gibt es nicht genug Flaschen dafür. Das liegt nicht nur an der überdurchschnittlichen Ernte. Auch andere Getränke finden zum Glas zurück. So gehen immer mehr Abfüller von Mineralwasser wieder dazu über, geschmacksschädigende Plastikflaschen durch Glasflaschen abzulösen.

Nur: Nach Jahren des Plastikbooms ist die Zahl der Glashütten geschrumpft. Und so wird aus guten Nachrichten – mehr Wein, weniger Plastik – ein Problem. Müssen wir also bald den Wein statt aus einer Bocksbeutelflasche aus einem echten Bocksbeutel einschenken? Oder gar Tetrapacks benutzen, die bisher nur für die allerunterste Kategorie weinähnlicher Getränke im Supermarkt als Verpackung verwendet wurden? Vielleicht sollte man lieber von Coffee-to-go-Mehrwegbechern und Unverpackt-Läden lernen. Mit einer schön großen, wiederverschließbaren Weinflasche – oder am besten gleich mehreren – zum Winzer des Vertrauens oder in den gut sortierten Verbrauchermarkt gehen und dort befüllen. So löst man ein Problem auf nachhaltige Weise. Und dann ist das Glas auf jeden Fall halbvoll. Mindestens.

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Erstellt:
20. März 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. März 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. März 2019, 06:00 Uhr

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