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Bundesbank: Eigenkapitalbasis verbessert

Die Geldhäuser sind krisenfester

Die Widerstandskraft der heimischen Kreditinstitute hat sich verbessert. Zu diesem Ergebnis kommen Bundesbank und Europäische Zentralbank.

26.11.2015

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt: Die deutschen Banken haben nach Angaben der Bundesbank ihre Widerstandskraft weiter gestärkt und sind für künftige Krisen deutlich besser gewappnet als in der Vergangenheit. Es drohten aus heutiger Sicht selbst bei einem scharfen Konjunktureinbruch und einem Crash an den Finanzmärkten keine Schieflagen, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret bei der Vorstellung des neuen Finanzstabilitätsberichts.

Allerdings könnten die anhaltend niedrigen Zinsen mittel- und langfristig zu einer "ernsten Gefahr" werden, weil der Druck auf die Erträge immer größer werde. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Banken für gestärkt. "Insgesamt sehen wir ein niedriges Niveau systemischer Risiken", betonte Vize-Präsident Vitor Constancio. Auch die EZB legte gestern ihren Finanzstabilitätsbericht für den Euroraum vor.

Risiken sieht die EZB dann aufkommen, wenn die Probleme in den Schwellenländern länger andauern und auch in den Industrieländern Wirkung zeigen. Auch höhere Zinsen in den USA könnten nach Ansicht der EZB unangenehme Folgen für Wirtschaft und Banken haben. Zudem könnten Schattenbanken und damit rapide zunehmende Geschäfte außerhalb des regulierten Bankensektors eine Gefahr für die Finanzstabilität werden.

Ähnlich sieht das die Bundesbank. "Die Widerstandsfähigkeit der Institute hat zugenommen", sagt Dombret. Das für die Abdeckung ihrer Risiken wichtige Kernkapital sei gemessen an dem Volumen mit der Risiken behafteten Kredite von Mitte 2014 bis Mitte 2015 um 0,6 Punkte auf 15,6 Prozent gestiegen. 2008 vor der Finanzkrise habe die Quote nur bei 9,1 Prozent gelegen. Um die von den Aufsehern geforderte Verschuldungsquote zu erreichen, müssten die 8 deutschen Großbanken zusätzlich 1 Mrd. EUR an frischem Kapital aufnehmen. Ende 2013 waren es noch 18,5 Mrd. EUR, betont der Bundesbanker.

International weit hinterher hinken die deutschen Banken allerdings bei der Ertragskraft. Die Gesamtkapital-Rendite der 8 Großbanken liege nur bei 0,2 Prozent, die Eigenkapitalrendite bei im Schnitt weniger als 5 Prozent. Deshalb müssten die Institute ihre Kosten weiter senken, betonte Dombret.

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Erstellt:
26. November 2015, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
26. November 2015, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. November 2015, 08:30 Uhr

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