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Den Verkehr lahmgelegt (Video)

Die Hirschauer demonstrierten erneut für die B28 neu

Am Donnerstagnachmittag protestierten die Befürworter der B28 neu in Hirschau und versperrten mit „kreativem Parken“ für zwanzig Minuten ihre Ortsdurchfahrt.

07.08.2014
  • sku

Hirschau. Nachdem der Neubau der B28 auf unbekannte Zeit verschoben wurde, fanden sich am Donnerstagnachmittag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Mitglieder der BI Neckartal, Hirschauer und Unterstützer aus den umliegenden Gemeinden, zum gemeinsamen Protest und erneuten „kreativen Parken“ zusammen. Für etwa zwanzig Minuten war auf der Hirschauer Hauptstraße kein Durchkommen.

Den Anwohnern war ihre Wut, aber auch ihre Enttäuschung anzumerken. Immer wieder, so war zu hören, werden sie auf die Straße gehen, bis ihr Ruf nach der neuen B28 erhört wird. Dennoch fürchten viele wie etwa Doris Groß aus Wurmlingen: „Bringen tut‘s nichts. Die Politik hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt.“

Die Lärmbelästigung durch die zahlreichen Lastwagen, die bereits ab vier Uhr durch den Ort donnern, wird als Hauptgrund für den Wunsch nach der neuen Trasse entlang der Bahnlinie genannt. Dem Hirschauer Ortsvorsteher Ulrich Latus (CDU) liegen Zahlen vor, nach denen pro Tag rund 2000 Laster die Hauptstraße als Autobahnzubringer oder Abkürzungsstrecke nutzen.

Immer öfter werden Latus zufolge auch die roten Ampeln ignoriert, weswegen viele Eltern ihre Kinder nicht mehr alleine zur Schule gehen lassen. Nach entsprechenden Beschwerden ist es für den Ortsvorsteher nun an der Zeit, „der Politik die Rote Karte zu zeigen“. Das heißt, dass in Zukunft kontinuierlich demonstriert werden soll – mit dem Ziel, möglichst alle Ortschaften, Hirschau und Unterjesingen ebenso wie Wurmlingen und Bühl mit „kreativem Parken“ lahmzulegen.

Richard Fridrich, der Sprecher der BI Neckartal, hat Verständnis dafür, dass diese Aktionen bei den betroffenen Autofahrern für großen Ärger sorgen: „Manchmal ist man aber eben richtig hilflos.“ Familie Keller aus Lörrach, die gerade auf dem Weg in den Urlaub war, zeigte jedoch große Nachsicht: Auch wenn sie mit dem Thema nichts zu tun haben, schalteten sie den Motor gerne für zwanzig Minuten ab.

Die Tübinger SPD-Abgeordnete Rita Haller-Haid ließ die Demonstranten, ihre „lieben Freunde“, per Email wissen, dass sie den Protest weiter unterstütze. Und sie kündigte an, dass Claus Schmiedel, der Chef der SPD-Landtagsfraktion, nach den Sommerferien nach Hirschau kommen werde. Zudem habe sie mit anderen Abgeordneten von SPD und CDU die Bundesregierung aufgefordert, Dobrindts Entscheidung rückgängig zu machen.

Eine erneute Blockade für die B28a in Hirschau

© Video: Luis Keppler 02:27 min

Die Hirschauer demonstrierten erneut für die B28 neu
20 Minuten lang machten gestern Nachmittag etwa 70 Demonstranten die Hirschauer Ortsdurchfahrt dicht. Mit „kreativem Parken“ und Transparenten forderten sie den raschen Ausbau der neuen B28 entlang der Bahnlinie im Neckartal – eifrig gefilmt von einem Kamerateam der „Landesschau“.

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07.08.2014, 12:00 Uhr

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