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Ihre Tante starb im Folterlager

Die Historikerin Dorothee Weitbrecht über ihre Arbeit für die Elisabeth-Käsemann-Stiftung

Die Tübinger Studentin Elisabeth Käsemann wurde in den 1970er Jahren in einem argentinischen Folterlager ermordet. Mehr als 40 Jahre danach gründete ihre Nichte Dorothee Weitbrecht mit anderen die Elisabeth-Käsemann-Stiftung. Sie soll Demokratie stärken und dem Gedenken an Opfer diktatorischer Regime in Europa und Lateinamerika dienen.

01.06.2015
  • Lorenzo Zimmer

Tübingen. Als die heute 49-jährige Dorothee Weitbrecht vor 38 Jahren die letzte Postkarte ihrer Tante Elisabeth Käsemann las, klang alles wie immer: „Sie sagte mir, dass ich mehr schreiben solle und sie im Gegenzug auch mehr schreiben würde“, erinnert sich Weitbrecht. Doch dazu kam es nie. Auf der Postkarte aus dem argentinischen Buenos Aires notierte Käsemann vor dem Abschicken per Luftpost das...

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