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Die Horber „Neckar-Arkaden“ können wahrscheinlich erst 2018 öffnen
Momentan laufen noch die Arbeiten zur Bodensanierung auf dem ehemaligen Horber Postareal, wo bis spätestens Ende 2017 das Einkaufs-Zentrum „Neckar-Arkaden“ entstehen sollte. Nun droht ein späterer Eröffnungs-Termin, der sogar das gesamte Projekt in Gefahr bringen könnte.Bild: Kuball
Das Einkaufs-Zentrum wackelt

Die Horber „Neckar-Arkaden“ können wahrscheinlich erst 2018 öffnen

Der Zeitplan beim Horber Einkaufszentrum „Neckar-Arkaden“ verzögert sich wieder mal. Doch diesmal drohen massive Folgen bis hin zum Ende des Projekts: Sollte – wie es nach Erkenntnissen der SÜDWEST PRESSE im Raum steht – die Eröffnung tatsächlich erst 2018 kommen, könnten die großen Ankermieter abspringen.

27.04.2016
  • Dagmar StepperVincent Meissner

Horb. Wie die SÜDWEST PRESSE aus unterrichteten Kreisen erfahren hat, gibt es beim geplanten Horber Einkaufs-Zentrum auf dem ehemaligen Postareal erneut eine Verzögerung. Schon mehrmals war der Termin für den Spatenstich nach hinten verschoben worden – und damit auch der Termin für die Eröffnung.

Nun droht gar die Eröffnung erst im Jahre 2018. Und das bringt massive vertragliche Probleme für den Handelsstandort Horb: Die großen Ankermieter Rewe, Müller, Mister-Lady, Deichmann und Ernsting’s Family könnten von ihren Verträgen zurücktreten – dann stünde das Projekt Horber Einkaufs-Zentrum wieder ganz am Anfang.

Harald Harbusch bezeichnet die wahrscheinliche Verschiebung des Eröffnungstermins gegenüber der SÜDWEST PRESSE als „sehr ärgerlich“. Er ist Leiter der Expansionsabteilung bei der Mister-Lady GmbH, die ins Einkaufs-Zentrum einziehen will. Dennoch sagt er: „Nach derzeitigem Stand würden wir auch eine Verschiebung akzeptieren.“ Harbusch schränkt allerdings ein: „Ein ganz wesentlicher Faktor ist, dass die anderen Mieter auch dabei bleiben.“ Denn alleine will er mit seinem Angebot nicht in die „Neckar-Arkaden“ einziehen.

Von den anderen Ankermietern reagierten gestern nur Deichmann und Ernsting’s Family auf eine Anfrage der SÜDWEST PRESSE. Eine Sprecherin von Deichmann antwortete per E-Mail: „Wir stehen im ständigen Austausch mit dem Investor und haben weiterhin Interesse an Standort ,Neckar-Arkaden‘.“ Ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin von Ernsting’s Family: „Nach aktuellen Informationen planen wir weiterhin eine Filiale im Einkaufs-Zentrum ,Neckar-Arkaden‘ in Horb unterzubringen.“ Rewe und Müller antworteten gestern nicht auf entsprechende Anfragen per E-Mail.

Laut Harald Harbusch von Mister-Lady haben die Ankermieter untereinander regelmäßig Kontakt. Eine Prognose, wie die anderen Unternehmen sich bei einem späteren Eröffnungstermin positionieren werden, ist für Harbusch schwierig: „Das ist schwer zu sagen. Aber ich gehe mal davon aus, dass jedes Unternehmen diesen Schritt mit Marktanalysen so bewusst gemacht hat, dass sie nicht wegen dieser Verschiebung aufgeben“, sagt er. Für Harbusch sind Terminprobleme mittlerweile lästige Routine: „Solche Verschiebungen sind inzwischen sehr üblich geworden“, sagt er.

Die Aussagen der Ankermieter decken sich nicht mit den Behauptungen des von Hans-Jürgen Birk vom Investor Activ-Group: Am Montag hatte er in einem Telefonat mit der SÜDWEST PRESSE darauf beharrt, dass am Eröffnungstermin im „September oder Oktober 2017 festgehalten wird“. Gestern war Birk telefonisch nicht zu erreichen. Einen genauen Termin für den Spatenstich konnte er nicht nennen. „Irgendwann im Mai“, sagte er. Die Baugenehmigung liegt seit dem 29. Februar vor, momentan laufen noch die Baugrund-Untersuchungen der Stadt, die aber diese Woche wohl abgeschlossen werden, informierte Stadtsprecher Christian Volk auf Anfrage. Anfang Februar hatte Birk gesagt: „Sobald die Baugenehmigung da ist, fangen wir an zu bauen.“ Daraus wurde nichts.

Die Entwicklung des Reno-Gebäudes in der Neckarstraße liegt derzeit auch auf Eis. Das Schuhgeschäft wird auf Ende Mai geschlossen. Danach soll das Haus laut Investor Birk als Baubüro für die Neckar-Arkaden dienen.

„Wir müssen spätestens im ersten Halbjahr 2016 anfangen zu bauen“, hatte Oberbürgermeister Peter Rosenberger in einer Gemeinderatssitzung im Sommer 2015 betont. Denn: „Ende 2017 wollen und müssen wir eröffnen.“ Ansonsten könnten die Anker-Mieter von ihren Verträgen zurücktreten und das ganze Projekt wäre gefährdet. Gestern Abend war Rosenberger für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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27.04.2016, 01:00 Uhr

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