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Ufos und Zeitzeugen

Die Jazz-Reihe der Artgallery Reutlingen

Zeitzeugen, Urgesteine und große Namen – aber auch einige Vertreter der jüngsten Generation: Bis auf zwei Termine steht das Programm der Jazz-Reihe der Artgallery Reutlingen für die kommende Spielzeit.

21.08.2012

Reutlingen. Stolz und selbst etwas überrascht von den vielen großen Namen stellten Julia Brender, Tobias Festl und Ulli Koebe das Programm für die kommende Saison der Jazz-Reihe der Artgallery Reutlingen, die in Koebes Fotostudios im Unterhausener BSU-Gewerbepark ausgetragen werden, vor. Das Programm habe „keinen bestimmten Fokus“ sagt Festl. Eher unabsichtlich liege der Schwerpunkt nun auf den Urgesteinen der Szene und den Zeitzeugen der Legenden.

Allerdings mischen sich auch einige Namen aus der jüngsten Jazz-Generation darunter. In der letzten Saison war nicht ein einziger Solo-Trompeter zu Gast – das soll in dieser Saison gleich doppelt nachgeholt werden: Am 13. September tritt das Jeremy Pelt Quintet aus New York in Unterhausen auf. Festl verspricht: „Da geht es vom ersten Ton an wuchtig zur Sache.“ Miniatur Orchester nennt sich das Schweizer Ensemble aus fünf Bläsern und zwei Schlagzeugern, das am 28. September auftritt. „Ein Jazz-Ufo“ nennt es Koebe: „So etwas hat man noch nicht gesehen.“ Ein weiterer junger Vertreter der Szene ist Florian Hoefner, der mit seiner Band am 26. Oktober in Unterhausen gastiert. „Frisch und modern“, beschreibt Festl Hoefners Stil, „nichts experimentelles, moderner Jazz eben.“

Am 22. November ist das spanische Ignasi Terraza Trio um den blinden Pianisten Terraza zu Gast: ein „klassisches Klaviertrio im Stile Oscar Petersons“, beschreibt Festl. Das Stephane Belmondo Quartet am 8. Dezember verspricht ein Highlight zu werden, nicht nur wegen dem sehr hoch gehandelten französischen Trompeter, sondern auch weil die 75-jährige Legende Kirk Lightsey am Piano sitzt.

Am 7. Februar gastiert Max Frankl mit Band, die sich der aus Bayern stammende Gitarrist nach seinem Echo-Gewinn in diesem Jahr zusammenstellte. “Jüngere Musik, sehr moderner, sehr flächig“, so die Festl’sche Stilbeschreibung. Das Frühjahr ist ganz den Legenden gewidmet: Im März (der genaue Termin steht noch nicht fest) tritt mit Marc Copland einer der wichtigsten lebenden amerikanischen Jazzpianisten in Unterhausen auf. Er spielt gemeinsam mit dem Schweizer Bassisten Daniel Schläppi.

Al Foster, in den siebziger und achtziger Jahren Schlagzeuger von Miles Davis, gastiert am 25. April mit seinem Quartett. Im Mai nächstem Jahres (der genaue Termin steht noch nicht fest) treten dann „die beiden Jazz-Diven, die noch übrig geblieben sind“ auf: Sheila Jordan und Jay Clayton. Beide Sängerinnen sind längst über 70, haben „an Stimme aber nichts eingebüßt“, so Tobias Festl.

Begleitet werden sie unter anderem vom Gitarristen Jack Wilkins, ebenfalls ein Zeitzeuge, der noch mit Größen wie Chet Baker oder Ray Charles zusammengespielt hat. „Das sind alles Leute, die noch etwas erzählen können“, sagt Festl. In Unterhausen werden sie vor allem spielen.

mosi

Info: Weitere Informationen zu den Konzerten und Kartenvorverkauf unter www.artgalleryreutlingen.de.

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21.08.2012, 12:00 Uhr

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