Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Die Kassen klingeln noch öfter
Foto: SWP GRAFIK
Einzelhandel

Die Kassen klingeln noch öfter

Die Bundes- bürger sind in Kauflaune: Das Weihnachtsgeschäft soll erstmals mehr als 90 Mrd. EUR Umsatz bringen.

09.11.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Geschenkgutscheine legen die Deutschen am liebsten unter den Weihnachtsbaum, noch vor Kosmetika, Büchern sowie Uhren und Schmuck. Das ist dem Einzelhandel sehr recht, schon weil nach dem Fest nichts umgetauscht wird. Die Zuversicht fürs diesjährige Weihnachtsgeschäft ist groß: Im November und Dezember hofft der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, auf einen Umsatz von 91,1 Mrd. EUR. Das wären fast 4 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Im Online-Handel sind die Wachstumsraten am größten: Er rechnet in diesem und im nächsten Monat mit 12,3 Mrd. EUR – also 12 Prozent mehr. Aber auch die Geschäfte in den Innenstädten gehen mit großen Erwartungen in die nächsten Wochen. Deutlich zurückhaltender sind die kleineren Läden. Am wichtigsten ist das Weihnachtsgeschäft für den Spielwaren- und den Buchhandel: Sie machen in den letzten beiden Monaten mindestens ein Viertel ihres Jahresumsatzes.

Beliebteste Geschenke

Die Liste der beliebtesten Geschenke stammt aus einer Umfrage für den HDE unter 60 000 Bundesbürgern. Sie ergab auch, dass jeder in diesem Jahr im Schnitt 477 EUR für Weihnachtspräsente ausgeben will. Mehr als jeder fünfte hat seinen Etat aufgestockt; 18 Prozent planen mit weniger.

Die zunehmende Beschäftigung, steigende Löhne und niedrige Inflation sorgen dafür, dass es derzeit für den Einzelhandel insgesamt gut läuft: Im ganzen Jahr dürfte er seine Umsätze um 2,5 Prozent auf 486 Mrd. EUR steigern. Preisbereinigt rechnet Sanktjohanser mit einem Plus von 2 Prozent, was zeigt, dass die Preise kaum steigen.

Die einzelnen Branchen stehen jedoch unterschiedlich gut da. Während sich Kosmetik- und Haushaltswarengeschäfte über deutliche Zuwächse freuen, haben insbesondere Bekleidungsläden zu kämpfen, wie rückläufige Umsatzzahlen von Januar bis August zeigen. Dafür dürfte nicht nur das warme Wetter gesorgt haben, sondern auch die Rabattschlachten. Dieter Keller

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.11.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball