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Die Konzernsparte Power Tools bringt den Heißklebestift „Gluey“ heraus
Der Heißklebestift kann beides: kleben und malen. Foto: Bosch
Bosch steigt in den Bastelmarkt ein

Die Konzernsparte Power Tools bringt den Heißklebestift „Gluey“ heraus

11.03.2018
  • PIA REISER

Leinfelden-Echterdingen. Er liegt in der Hand wie ein Edding, aber mit ihm kann man sowohl Sachen zusammen kleben als auch bunte Worte auf Stoff, Holz oder Steine zeichnen: Mit dem Heißklebestift „Gluey“ steigt Bosch Power Tools in den Bastelmarkt ein.

Der Stift funktioniert nicht wie eine Heißklebepistole mit langen Patronen, sondern mit kleinen Klebesticks. Die sind so groß wie Stiftdeckel und es gibt sie auch in blau, rot oder mit Glitzer. Sie werden in ein Fach im Schaft eingesetzt und über einen Schieberegler bestimmt man, wie viel Heißkleber vorne herauskommen soll.

Dass die Sticks sehr schnell aufgebraucht sind, sieht Produktmanager Marco Faber nicht als Nachteil: Es würden oft nur kleine Mengen gebraucht, etwa bei Reparaturen. „Außerdem muss man für einen Farbwechsel nur den kleinen Stick aufbrauchen und nicht die ganze Patrone.“

Bosch Power Tools mit Sitz in Leinfelden-Echteringen will nicht mehr nur die klassischen Heimwerker ansprechen, die gerne bohren und bauen, sondern auch Bastler und Kreative. Der Heißklebestift ist das erste Produkt dieser Entwicklung, doch es sollen weitere folgen: „Sie können deutlich mehr solcher Produkte in den nächsten Jahren erwarten, die sich sehr deutlich von den heutigen von Bosch differenzieren“, kündigte Henning von Boxberg, Vorsitzender der Geschäftsführung bei einer Pressekonferenz an.

Das zeichnet sich schon im Design ab: Wo die Profi-Geräte bei Bosch blau und die Heimwerker-Geräte grün sind, gibt es den Heißklebestift auch weiß, hellblau oder pink. Im Juni soll er für rund 35 EUR auf den Markt kommen.

Noch ist das Bastel-Segment ein kleines, sein Hauptgeschäft macht das Unternehmen mit Elektrowerkzeugen, Zubehör und Messtechnik für Heimwerker und Profis. Insgesamt erzielte Bosch Power Tools mit seinen rund 20 000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,7 Mrd. EUR. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr. 85 Prozent der Erlöse wurden im Ausland erzielt.

App für das Akku-Ladegerät

Bei den Elektrowerkzeugen für die Profis setzt das Unternehmen weiter auf Vernetzung. Dadurch könne die Produktivität jedes Betriebs gesteigert werden, sagt Geschäftsführer Henk Becker. „Es ist unser Ziel, in den kommenden Jahren alle Elektrowerkzeuge von Bosch zu vernetzten.“

Mit dem Programm „TrackMyTools“ beispielsweise haben Handwerker immer einen Überblick, wo ihre Werkzeuge gerade sind. Manche Geräte haben dafür schon ein Bluetooth-Modul eingebaut, auf andere Werkzeuge oder Leitern kann man diese aufkleben. Fährt ein Handwerker abends nach Hause, hat aber die Bohrmaschine auf der Baustelle vergessen, warnt ihn die App auf seinem Smartphone.

Auch die Akku-Ladegeräte der Zukunft sind vernetzt. Das nach Bosch-Angaben weltweit erste dieser Art soll im September auf den Markt kommen. Ist das Ladegerät mit dem Smartphone verbunden, können Handwerker auf diesem nachschauen, wie lange der Akku noch lädt oder verschiedene Lade-Modi einstellen: von schonend bis zum Schnellaufladen, wenn es auf der Baustelle mal flott gehen muss. Pia Reiser

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11.03.2018, 06:00 Uhr

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