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Kommentar zu den Ermittlungen in Sigmaringen

Die Kritik ist berechtigt

Die Regel ist klar: Verdeckte Ermittler können desto sicherer und effizienter arbeiten, je weniger die zu beobachtenden Menschen ahnen, dass sie ausgeforscht werden.

12.03.2018
  • Andreas Clasen

Diese Regel hat Innenminister Thomas Strobl offensichtlich vergessen, als er öffentlich mitteilte, dass in Sigmaringen Polizisten inkognito unterwegs sein sollen, um auffällige Asylbewerber zu beobachten. Damit hat der CDU-Politiker nicht nur die Erfolgschancen der Aktion minimiert, sondern die Gefahr für die Ermittler erhöht, entdeckt zu werden. Die Kritik der Polizeigewerkschaft am Minister ist daher völlig berechtigt. Zweifelhaft ist zudem, ob der verdeckte Einsatz überhaupt nötig ist, um am Ende ein paar kriminelle Asylbewerber abschieben zu können.

SPD- und FDP-Politiker behaupten, Strobl hätte von den Ermittlungen erzählt, um sich öffentlich als anpackender Innenminister darzustellen. Das wäre dann Profilierung auf Kosten der Sicherheit von Beamten – und Strobl hätte seinen Job verfehlt. Ob das der Fall war, weiß aber nur der Minister. Sicher ist, Strobl hat einen schweren Fehler begangen. Dafür sollte er sich bei den Ermittlern entschuldigen.

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12.03.2018, 06:00 Uhr

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