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Hebel fürs Theater

Die LTT-Freunde und ihre guten Taten

Die Freunde des Tübinger Landestheaters schreiben einen Preis „für besondere Leistungen“ aus.

02.06.2012

Tübingen. Seit nahezu acht Jahren besteht der Verein der LTT-Freunde, und ebenso lange ist Jochen Gewecke dort Vorsitzender. Der ehemalige SPD-Kreisvorsitzende kümmert sich federführend um die Unterstützung von außen fürs wichtigste Tübinger Theater, und das macht er erklärtermaßen auch gern. Selbst wenn er weiß, dass die materiellen Möglichkeiten der 89 Mitglieder, die in der Regel jährlich 50 Euro Mitgliedsbeitrag beisteuern, überschaubar bleiben.

Die LTT-Freunde und ihre guten Taten

Doch „das ideelle Dasein fürs Theater“, so Gewecke, sei viel wichtiger. So haben die LTT-Freunde in der Vergangenheit manch Gutes bewirkt. Sie besorgten Mittel für Tische, Vorhänge oder fürs Licht. Und das „schönste Beispiel“ für einen hilfreichen „Hebeleffekt“, erläutert Gewecke, besteht in einem energetischen Gutachten, für das der Verein 3500 Euro spendiert hat – ein ganzes Jahresbudget, „für unsere Verhältnisse viel Geld.“

Gerade diese Investition hat sich, wenn man so will, verhundertfacht. Denn auf der Gutachten-Grundlage stellte das LTT die Anträge für seine Theatersanierung, drei Millionen Euro wurden dafür insgesamt bewilligt. Gewecke: „So kann man viel bewegen.“

Die LTT-Freunde und ihre guten Taten
Leuchtturm in der Tübinger Südstadt: Das Landestheater in der ehemaligen Stuhlfabrik.Archivbild: Metz

Auch bei den Stuhlpatenschaften halfen die Theaterfreunde kräftig mit. 90 Prozent der LTT-Sitze sind für jeweils 165 Euro, die gezielt gespendet wurden, bereits vergeben, 40 Plätze sind noch übrig. Rund 56 000 Euro hat die Aktion dem Landestheater eingebracht. Auch sonst engagierte sich der Verein, betrieb Nachbarschaftspflege oder besorgte einer Reha-bedürftigen Schauspielerin auch schon einmal den Zugang zu einem privaten Schwimmbecken. Gute Geister halt, wie man sie braucht und sich herbeiwünscht.

Und jetzt also der Theaterpreis: Er soll für „besondere künstlerische Leistungen am Haus“ verliehen werden. Das kann ein Stück, eine Regie, ein Licht sein, aber auch ein Bühnenbild, eine Musik, ein schauspielerischer Höhepunkt. Oder „fünf Minuten, die besonders toll waren“, sagt Gewecke.

Die Zuschauer sind aufgerufen, rechtzeitig vor dem 1. Juli (dann trifft sich die Preisjury) Vorschläge zu machen. Verliehen wird der Preis der LTT-Freunde am 21. Juli im Anschluss an eine Vorstellung. Dotiert ist der Preis mit 1000 Euro. Und sichtbar wird er durch eine Anstecknadel (siehe Bild links), die das langjährige LTT-Wappentier – einen Elefanten – zeigt und von der Designerin und Goldschmiedin Karin Hoffmann kreiert wurde.

wit

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02.06.2012, 12:00 Uhr

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