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Voll vermietet und gut besucht

Die Markthalle ist zur Erfolgsgeschichte geworden

Seit fünf Jahren gibt es die Reutlinger Markthalle an der Oberen Wässere – und die Betreiber feiern größtenteils entspannt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sei aus dem Projekt eine Erfolgsgeschichte geworden, so der Tenor der Verantwortlichen.

12.11.2012
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Im Oktober sind die letzten 70 der insgesamt 2000 Quadratmeter der Markthalle wieder vermietet worden. „Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt“, sagt Jürgen Magnussen, der stellvertretende Geschäftsführer der Immobilienfirma Schöller und Partner. „Wir haben eine erfreulich hohe Mieter- und Nutzerkonstanz“, erklärt er und verweist auf täglich 1000 Kunden in der Markthalle mit steigender Tendenz. Viele Mieter der ersten Stunde seien noch dabei.

Lediglich im Gastronomie-Bereich sei eine Restrukturierung nötig gewesen. Nachdem zwei Restaurant vor allem daran gescheitert waren, dass sie mit der Markthalle um 19 Uhr schließen und damit auf das Abendgeschäft verzichten mussten, erhielt der Gastronomie-Bereich einen separaten Zugang, der die Öffnung bis 23 Uhr erlaubt. Vor zwei Jahren ist dort Pasta und Pizza mit seinem Lieferservice und einem Restaurantbetrieb eingezogen – und kann über mangelndes Geschäft nicht klagen.

„Es läuft super“, sagt Geschäftsführer Vahdet Aygül, der 40 Mitarbeiter beschäftigt und einen Pachtvertrag auf 15 Jahre abgeschlossen hat. Das Zusammenspiel mit der Markthalle sei gut, Lieferservice (etwa 70 Prozent des Geschäfts) und Verzehr vor Ort würden so gut laufen, „dass wir schon nach einer zweiten Filiale in Reutlingen suchen“, sagt Aygül, der aus Tübingen an die Obere Wässere gekommen ist.

Insgesamt 13 Anbieter verkaufen derzeit in der Markthalle, sagt Magnussen. Der Großteil seien Direkterzeuger – wie die Metzgerei Failenschmid. „Nach drei harten Jahren zu Beginn ist es aufwärtsgegangen. Wir haben jetzt einen normalen Betrieb mit kontinuierlichen Umsätzen“, sagt Inhaber Ludwig Failenschmid aus St. Johann-Gächingen. Das liege vor allem am Verkaufsteam, das sich mit den Produkten identifiziere. „Die Probleme zu Beginn waren zu 99 Prozent hausgemacht, weil wir Personal aus anderen Branchen beschäftigt haben“, räumt Failenschmid ein. Sein Einzugsgebiet reicht bis auf die Härten. „Die Kunden schauen immer mehr darauf, woher die Lebensmittel kommen.“

Sogar aus Tübingen fahren die Käufer zum Fischgeschäft von David Schöller, der fast von Anfang an in der Markthalle dabei ist. „Das Geschäft hat sich super entwickelt“, sagt er. Die Markthalle sei nun nach Anfangsschwierigkeiten bestens etabliert – inklusive seines Ladens, der jedes Jahr gute Umsatzsteigerungen verzeichne.

Mieter der ersten Stunde ist die Gärtnerei Hespeler – und der Inhaber ist von Beginn an zufrieden gewesen. „Die Markthalle war schon immer ein vernünftiges Konzept. Für uns heißt das: Wir bedienen nicht nur zahlungskräftige Kunden in edler Location, sondern auch ein breites Spektrum“, sagt Joachim Hespeler. Er könne verwirklichen, was er erwartet hatte: Als Direkterzeuger vor Ort frische Produkte verkaufen. Die Parkplätze vor seinem Geschäft seien eine wichtige Voraussetzung gewesen, in die Markthalle zu ziehen.

Heinrich Beck von der Bäckerei Beckabeck sieht alle seine Umsatzerwartungen übertroffen: „Wir sind nicht nur voll im Plan, uns wird der Platz sogar langsam zu klein.“ Er wünscht sich zwar noch ein bisschen mehr Markthallenflair, aber wie der Großteil der Anbieter ist auch er der Meinung: „Dieses Projekt hat eine gute Zukunft.“

Die Markthalle ist zur Erfolgsgeschichte geworden
Nach fünf Jahren sind die meisten Anbieter in der Reutlinger Markthalle zufrieden mit dem Standort an der Oberen Wässere.Bild: Haas

Jedes zusätzliche Gebäude gebe der Markthalle noch einmal einen Schub, erklärt Jürgen Magnussen, der stellvertretende Geschäftsführer der Immobilienfirma Schöller und Partner. „Die konzeptionelle Generalidee der Oberen Wässere ist, dass die Kunden mit einem Besuch und einmal Parken viel erledigen können – vom Arztbesuch über Friseur oder Steuerberater bis zum Lebensmitteleinkauf“, sagt Magnussen. Bis Ende März soll der zehnte Bauabschnitt, das Gebäude an der Lederstraße, fertiggestellt werden. In diesem Haus sind Büros für Anwaltskanzleien und Unternehmensberater sowie Wohnungen vorgesehen. Unmittelbar danach will die Immobilienfirma das Gelände an der Seestraße bebauen.

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12.11.2012, 12:00 Uhr

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