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Die Olympiasiegerin ist
wieder das Zugpferd
Carina Vogt greift diese Saison voll an. Die Gmünderin will ihrer Rolle als Leaderin im deutschen Skisprung gerecht werden. Foto: Eibner
Skispringen

Die Olympiasiegerin ist wieder das Zugpferd

Nach einer enttäuschenden Saison soll Carina Vogt das deutsche Team zurück in die Weltspitze führen. Und dann bei der WM um die Medaillen mitmischen. V

01.12.2016
  • ALEXANDER HAAG

Schwäbisch Gmünd. Die deutschen Skispringerinnen haben einiges aufzuholen. Das ist zum einen dem Pilotenstreik geschuldet. Der ursprünglich für Dienstag geplante Flug nach Oslo wurde gecancelt, die DSV-Frauen sind deshalb erst tags drauf von München aus gestartet und mit einem Tag Verspätung in Lillehammer eingetroffen. Morgen beginnt die Weltcup-Saison 2016/17.

Da hat das Team noch mehr aufzuholen. „Natürlich waren wir alle mit der vergangenen Saison nicht zufrieden“, sagt Bundestrainer Andreas Bauer. Es war eine Saison, in der die Olympiasiegerin und Doppel-Weltmeisterin Carina Vogt als Elfte beste Deutsche war. „Das war bestimmt nicht mein Anspruch“, sagt die 24-Jährige. Wobei sie nicht die Einzige war, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. „Wir werden in der neuen Saison versuchen, mit vier Springerinnen in die Top 15, vielleicht sogar Top 10 zu kommen“, sagt Bauer, der sich allerdings mit weiteren Prognosen zurückhält. Aus gutem Grund. „Ich habe die Konkurrenz aus Japan und Österreich noch nicht gesehen, deshalb ist schwierig, Genaueres vorherzusagen.“ Was der Bundestrainer aber sagen kann: Die Vorbereitung lief diesmal nach Plan. Auch, weil die Vorzeigespringerin keine Doppelbelastung mehr stemmen musste. „Ich konnte mich komplett aufs Skispringen konzentrieren, das hat mir gut getan“, sagt Vogt, die ihre Ausbildung als Polizeimeisterin abgeschlossen hat.

Das hat sich in den Ergebnissen niedergeschlagen. „Carina ist wieder unsere Leaderin“, sagt der Bundestrainer, „sie kann am ehesten Richtung Podium springen.“ Das ist auch ihr Ziel: „Ich möchte mich in den Top sechs oder besser platzieren.“ Noch wichtiger ist der Springerin des SC Schwäbisch Gmünd-Degenfeld aber, dass ich „gut in die Saison reinkomme“. Denn: Das ist ihr in der Vergangenheit nicht gelungen, weil „die Schanze in Lillehammer nicht zu meinen liebsten gehört.“ Immerhin: Selbstvertrauen hat die 24-Jährige beim Sommer-Grand-Prix getankt, wo sie Zweite wurde – hinter der Japanerin Sara Takanashi, von der Vogt erwartet, dass sie erneut in einer anderen Liga springt.

Näher an die Elite herangerückt ist Anna Rupprecht, die zweite Schwäbin des SC Degenfeld im sechsköpfigen deutschen Aufgebot. „Sie gehört jetzt auch zu den Springerinnen, die in die Top 15 springen können“, sagt Bauer. Auch Rupprecht hat im Sommer auf sich aufmerksam gemacht. Sie wurde Deutsche Meisterin und verwies die Olympiasiegerin auf Platz zwei. Wobei der Bundestrainer seiner jungen Athletin nicht zu viel Druck auflasten möchte: „Man muss die Kirche im Dorf lassen, Anna ist noch keine Siegspringerin.“ Sie brauche noch zwei, drei Jahre, um eine solche zu werden. Dementsprechend locker ist die 19-Jährige. „Ich gehe ohne große Erwartungen an den Start und schaue einfach mal, wie es läuft.“ Was Rupprecht optimistisch stimmt: Sie schafft es neuerdings, auch bei großen Weiten konstant einen Telemark zu setzen.

Vieles zielt auch auf die Weltmeisterschaft vom 24. bis 26. Februar in Lahti ab. „Wenn man dort hinfährt, möchte man auch um die Medaillen mitspringen“, sagt Carina Vogt und fügt hinzu, dass „ich mich wieder in diese Position bringen möchte“.

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01.12.2016, 06:00 Uhr

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