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Die Online-Welt. Was sie leisten kann und wo ihre Grenzen sind

01.03.2018

Zugegeben, es ist schon herrlich einfach. Egal wann der Internetuser Lust auf Shopping hat und egal wo man sich befindet – wenn etwas dringend benötigt wird, dann wird online gesucht, gefunden und bestellt. Wie schnell das Päckchen dann eintrifft, hängt vom Versender einerseits und vom Logistikunternehmen andererseits ab. In Eutingen müssen aktuell viele Online-Besteller auf ihre Päckchen warten. Der Grund: Die Grippewelle hat die Post lahmgelegt. Abgesehen von diesem Ausnahmezustand gibt es doch wahrlich alles online, oder etwa nicht? Dieser Artikel soll die Online-Möglichkeiten und deren Grenzen beleuchten.

Digitale Produkte liegen im Internet-Produkt-Ranking vorn

Apps sind die Produkte, die hauptsächlich online geshoppt werden. Kein Wunder, werden Apps letztlich auch digital verwendet.Bild: pixabay.com © FirmBee (CC0 Public Domain)

Eine Überraschung ist das Buch, das auf Platz 2 landet. Zwar gibt es immer mehr Kindle-Fans, doch das reale Buch bleibt beliebt. Bild: pixabay.com © pasja1000 (CC0 Public Domain)

Der Sieger im Ranking der Internet-World der beliebtesten Produkte beim Online-Shopping ist keine große Überraschung. Apps lagen mit 43,8 Prozent auf Rang 1 der Skala und werden so zur beliebtesten Produktkategorie. Auf Rang 2 landen Bücher mit 41 Prozent, wobei Käufer zunehmend häufiger angeben, auch hier auf digitale Produkte, wie beispielsweise den Kindle, umzusteigen. Zum Vergleich: Nur 17,7 Prozent gaben an, auch Musik online zu shoppen. Mit nur 15 Prozent liegen Computer- und Video-Spiele noch einmal deutlich darunter. Auf Rang 3 liegt ein Produkt, an das kaum einer gedacht hat: Konzertkarten werden online geshoppt. Das gaben 37,8 Prozent der Befragten an.

Das weitere Ranking sieht so aus:

Kleidung und Schuhe. 33,9 Prozent shoppen Schuhe online. 31 Prozent shoppen Frauenkleidung online. 28,8 Prozent der Männerwelt tut dies ebenfalls.

Urlaub und Reise. 27,5 Prozent buchen Reisen online und kaufen damit ihre Flug-Tickets übers Internet.

Spielwaren. 25,6 Prozent shoppen Kinderspielzeug online. Hier kommt den Verbrauchern die Bewertungsfunktion bei vielen Anbietern zugute und die Filterfunktion, die es ermöglicht, speziell nach Geschlecht oder Alter zu suchen.

Wie gut sind Lebensmittel aus dem Internet? Die Tests laufen!

Viele Redaktionen haben mittlerweile Lebensmittellieferanten getestet, um den Verbrauchern aufzuzeigen, worauf es bei der Wahl eines soliden Lebensmittellieferanten ankommt. Diese Tipps lassen sich zusammenfassend weitergeben:

Angebot. Natürlich entscheidet in weiten Teilen das Angebot darüber, welcher Lebensmittel-Online-Shop ausgewählt wird. Das bedeutet: Wer sich für die Online-Lieferung entscheidet, sucht in der Regel gezielt nach einem Anbieter, der die gewünschten Produkte vorhält. Der Online-Supermarkt Allyouneedfresh hat sich als beliebter Allrounder bereits etabliert.

Kosten. Beim Online-Shopping von Lebensmitteln zählt – wie beim Einkauf ganz grundsätzlich immer – der Preis. Genau dabei kommt es auf die Details an. Verbraucher müssen prüfen, wie der Produktpreis sich zum Preis im regulären Einzelhandel verhält. Hinzu kommen etwaige Zuschläge für Frische-Produkte (die im Versand deutlich teurer sind), für Pfand und für den Versand ganz grundsätzlich. Wer sparen möchte, kann auf Anbieter setzen, die ab einem bestimmten Warenwert versandkostenfrei verschicken.

Müll. Jeder, der online ordert, kennt das: Kisten über Kisten stapeln sich im Keller. Positiv zu bewerten sind Lebensmittel-Online-Shops, die ihren Müll via Gratis-Retourenschein wieder zurücknehmen.

Ein entspannter Familieneinkauf? Das ist möglich, wenn sich die Liste der Produkte dadurch minimiert, dass auch online geshoppt wird. Bild: pixabay.com © vborodinova (CC0 Public Domain)

Wer online Lebensmittel shoppt, entscheidet nach Angebot und Kosten. Bild: pixabay.com © 422737 (CC0 Public Domain)

Die Testpersonen waren sich zwar nicht einig, was den Anbieter angeht, wohl aber was das grundsätzliche Shoppen von Lebensmitteln im Online-Bereich angeht. Wer den Wocheneinkauf einer Familie vereinfachen möchte, ist im Online-Lebensmittel-Shop goldrichtig. Wer so strukturiert agiert, dass Standardprodukte „geliefert“ werden, hat mehr Zeit sich um den Einkauf von besonderen Spezialitäten zu kümmern. So wird das Online-Lebensmittel-Shopping zur Ergänzung des regulären Einzelhandels.

Dienstleistungen im Internet? Oft krankt es an der Beratung

Produkte zu shoppen, ist die eine Variante, um die Vorzüge des Internets zu nutzen. Doch geht das auch im Dienstleistungssektor? Versuche gibt es bereits, die vor allem im medizinisch-pharmazeutischen Bereich zu verorten sind.

Ein Online-Rat vom Mediziner und das Rezept aus der Versandapotheke. Das ist heute möglich. Doch Verbraucherschützer warnen zur Vorsicht - und vor den Konsequenzen. Bild: Darko Stojanovic (CC0 Public Domain)

Die Rede ist vom Online-Rezept und von der online-basierten medizinischen Beratung. In Mosbach war beispielsweise eine DocMorris-Versandapotheke zu sehen. Allerdings kam nun heraus, dass der Betrieb der Anlage verboten sei. Der Grund: Der Betrieb verstoße gegen geltendes Wettbewerbsrecht.

In der Deutschen Apotheker-Zeitung werden die Verlierer dieses Trends klar benannt: Es sind die Apotheken. Die Verbraucherzentrale zeigt hingegen Wege auf, die Ersparnis, die sich so manch einer im Online-Bereich erhofft, auch auf anderen Wegen zu erreichen:

• Generika sind meist günstiger zu haben als Originale. Auch Re-Importe sind kostengünstiger als Originalpräparate.

• Monopräparate, also die Produkte, die nur mit einem Wirkstoff ausgestattet sind, sind im Handel oft günstiger als Kombipräparate.

• Wer ein bestimmtes Medikament braucht, sollte prüfen, ob der Hausarzt dieses nicht auch verschreiben könnte. Manche Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, gibt es nämlich dennoch auf Rezept – und damit zu einem deutlich reduzierten Preis.

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Erstellt:
1. März 2018, 13:52 Uhr
Aktualisiert:
1. März 2018, 13:52 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. März 2018, 13:52 Uhr

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