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Kommentar

Die Prognose ist ein Appell

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit und völkerrechtliche Verpflichtung - sie rechnet sich auch. Sagt die EU-Kommission, und das ist nicht überraschend.

06.11.2015
  • KNUT PRIES

Schließlich haben Jean-Claude Juncker und sein Team alle Hände voll zu tun, die Mitgliedstaaten zu einem einigermaßen fairen Umgang mit den Hunderttausenden zu bewegen, die in Europa Zuflucht suchen. Da ist jedes Argument willkommen, das nicht nur auf Hilfsbereitschaft zielt, sondern auch auf nationalen Eigennutz.

Sicher ist aber auch: Dass die Zuwanderer die Wirtschaft des Aufnahmelandes beleben, den Mangel an Fach- und Niedriglohnkräften lindern und demographische Verluste schrumpfender Völker ausgleichen, ergibt sich nicht automatisch. Gezielte Anstrengungen sind nötig.

Diese Anstrengungen sind hier und jetzt fällig, in Form des Einsatzes von Geld, Mensch und Material. Die segensreichen Wirkungen kommen später - hoffentlich. Wenn die Voraussetzungen stimmen und die vielen Annahmen, auf die Brüssel seine Kalkulationen stützt. Es ist der Versuch, mit Zahlen und Daten zu rechnen, die man verlässlich nicht hat. Die frohe Botschaft der Kommission ist sie weniger Vorhersage als Appell. Zu kritisieren ist das nicht: Es entspricht den verworrenen Verhältnissen.

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06.11.2015, 12:00 Uhr

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