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Eisregen in der Nacht zum Freitag

Die Region kam ins Rutschen: 120.000 Euro Schaden, volle Notaufnahme

Auf eisglatten Straßen und Wegen kam es durch gefrierenden Regen zu vielen Unfällen.

23.12.2016
  • Jonas Bleeser

Am frühen Donnerstagabend begann es in der Region zu regnen. Kurz nach 21 Uhr bildete sich innerhalb von Minuten auf gefrorenen Straßen und Gehwegen eine teils spiegelglatte Eisschicht.

Das brachte auf den Straßen viele Autofahrer ins Rutschen: Für die Zeit zwischen 21 Uhr und 6 Uhr vermeldet das Polizeipräsidium Reutlingen etwa 60 Glatteisunfälle in den Kreisen Reutlingen, Tübingen und Esslingen. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Die dabei entstandenen Sachschäden gibt die Polizei mit etwa 120000 Euro an. Gegen 22.20 Uhr war in Reutlingen Im Efeu ein 42-Jähriger mit seinem VW Golf ins Rutschen geraten und gegen einen festgefahrenen Mazda 3 einer 28-Jährigen geprallt. Die neben ihrem Auto stehende Mazda-Fahrerin wurde dabei umgestoßen und dadurch leicht verletzt.

Die Bereitschaftsdienste der Straßenmeistereien und Bauhöfe wurden von sich aus aktiv oder, wenn nötig, von der Polizei angefordert. In Tübingen hatte es bereits am Donnerstagmorgen einen flächendeckenden Einsatz von Streufahrzeugen gegeben. Als der Regen kam, war dann noch ein Fahrzeug unterwegs, das auf den Strecken der Stadtbusse, beispielsweise am Schnarrenberg, für bessere Reifenhaftung sorgte.

Für die Gehwege dagegen sind die Anlieger zuständig, und längst nicht alle bekamen mit, wie glatt es vor ihrer Haustüre geworden war. Entsprechend wenig wurde gestreut. Im Laufe der Nacht glitten viele Fußgänger aus. Während man auf ebenen asphaltierten Wegen noch vergleichsweise gut vorankam, bildeten sich auf Pflastersteinen mit ihrer glatteren Oberflächenstruktur überraschend tückische Eisflächen. Beim Tübinger Finanzamt stürzte noch am Freitagmorgen eine 61-jährige Radlerin.: Ein Verbindungsweg war nicht gestreut worden. Die Polizei prüft nun, ob ein Verantwortlicher seiner Streupflicht nicht nachkam.

In der Ambulanz der Berufsgenossenschaftlichen Klinik mussten bereits in der Nacht mehr Patienten als üblich behandelt werden. Die häufigsten Verletzungen waren verstauchte Handgelenke, Prellungen und Unterarm-Brüche. Viele Gestürzte blieben wegen der Eisglätte zunächst daheim und kamen erst am Freitag in die Klinik: Bis zum Mittag mussten 22 Patienten aller Altersgruppen wegen witterungsbedingter Stürze behandelt werden.

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23.12.2016, 15:34 Uhr

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