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Die Reise des jungen Che

Zähe Großbild-Schau aus Südamerika um zwei junge Männer auf einem Motorrad.

Zähe Großbild-Schau aus Südamerika um zwei junge Männer auf einem Motorrad.

THE MOTORCYCLE DIARIES
USA

Regie: Walter Salles
Mit: Gael García Bernal,Rodrigo de la Serna,Mía Maestro

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
  • Dorothee Hermann

Der Gegensatz könnte kaum größer sein: der Vater traditioneller Muslim, der Sohn moderner Franzose, kurz vorm Abi. Ein Gegensatz, der aus der Tiefe der Wirklichkeit kommt. Der Vater rollt seinen Gebetsteppich aus, der Sohn holt derweil sein Handy aus der Tasche. Kurze Zeit später wird es vom Vater heimlich entsorgt.

Vater und Sohn sind auf dem Weg nach Mekka, weil der Vater das so will. Der Sohn will es eigentlich nicht, beugt sich aber dem Willen des Vaters. Ganze Länder lang schweigen sich die beiden in der klapprigen Kiste, mit der sie unterwegs sind, an. Doch auf diesen 5000 Kilometern bricht allmählich das Eis zwischen den beiden Männern und ihren Welten. Und wie in den meisten Roadmovies ist auch in „Le grand voyage“ von Filmtage-Gast Ismaël Ferroukhi der Weg das Ziel. Aus dem Machtkampf und den Demütigungen wächst eine neue Toleranz.

Solche Lernprozesse kommen im Kino oft gähnlangweilig daher. Nicht bei Ferroukhi, der auch das Drehbuch schrieb. Er fand wunderbare Darsteller für seine zwei Streithähne (Nicolas Cazalé und Mohamed Majd), und er beschreibt ihre Annäherung mit leiser Komik. Immer wieder hält die Kamera die Seitenblicke fest: mal die des Vaters auf den am Steuer sitzenden Sohn, mal umgekehrt. Es sind vorsichtige, prüfende Blicke, die auch in den schwachen Momenten des anderen nicht vom Triumph gezeichnet sind

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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10.01.2005

12:00 Uhr

Susanne Sinn schrieb:

Trotz der ungnädigen Rezension der Tagblattkritikerin habe ich mir diesen Film angeschaut und habe eine rhythmischen Film gesehen, eine Reisebeschreibung, die vieles von der Offenheit vermitteln konnte, mit der die beiden jungen Männer unterwegs waren. Keine Erfassung der politischen Karriere des Che Guevara natürlich, was auch aufgrund des Titels nicht zu erwarten war. Sondern die Beschreibung der ersten großen Reise, der Zeit zwischen Jugend und Erwachsenenleben, in der alles berühren kann, denkbar ist, offen.



28.12.2004

12:00 Uhr

Tim Nicholson schrieb:

So ein schönes Motorrad will ich auch!



05.12.2004

12:00 Uhr

Max schrieb:

Unterhaltsame, zum Teil sehr tiefgehende Geschuchte. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen.



03.12.2004

12:00 Uhr

P.S. schrieb:

Ein sehr schoener Film, der einen wichtigen Teil von Ches Werdegang und die sozialen Probleme Suedamerikas aufzeigt, worin er nichts von seiner Aktualitaet eingebuesst hat.



02.12.2004

12:00 Uhr

Claus Macher schrieb:

Guter Film, der subtil dazu aufruft, unseren Nachkino-Kneipenbesuch nicht bei Mc Donalds enden zu lassen



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