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Erste Fortschritte und offene Fragen

Die S-21-Projektpartner drücken auf den Fildern aufs Tempo, der Zeitplan wackelt aber weiter

In der Lenkungskreissitzung und einem Treffen von Bahn und Land ging es um den Fortgang der Planungen und Arbeiten auf den Fildern. In einigen Punkten ging es voran. Doch es bleiben Unsicherheiten.

07.11.2015
  • FABIAN ZIEHE

Stuttgart "Verbesserungspaket Filder" nennt das Verkehrsministerium die Einigung der S-21-Projektpartner aus dem Frühjahr: Damals hatten Bahn, Land, Stadt und Region ein Vorhaben-Bündel geschnürt, um den für das Projekt Stuttgart-Ulm neuralgischen Abschnitt auf den Fildern besser aufzustellen. Diese Woche wurden bei der 14. Lenkungskreissitzung erste Haken an das "Verbesserungspaket" gemacht (wir berichteten). Der Zeitplan wackelt. Nun soll alle anderthalb Monate ein "Steuerkreis für Planrechtsverfahren" weitere Verzögerungen vermeiden. Was ist ansonsten der Stand der Dinge?

Filderbahnhof Der Regional- und Fernbahnhof unter dem Flughafen bildet mit dem Schnellbahntrasse-Abschnitt den Planfeststellungsabschnitt (PFA) 1.3a, den die Bahn bis 2021, also im Zeitplan fertigstellen will. Das Verfahren ist drei Monate im Verzug. Die Zeit soll der Steuerkreis einholen. Der Planfeststellungsbeschluss muss bis März 2016 stehen, damit im selben Jahr die Bauarbeiten starten können. Für den PFA 1.3a wird das schon eingeleitete Planungsverfahren fortgeführt - das spart Zeit. Um das zu erreichen, wurde der zweite Bestandteil am Flughafen abgekoppelt.

Drittes Gleis Dieser PFA 1.3b soll somit erst 2023 fertig werden. Am Flughafen werden die Regionalzüge aus und nach Singen im bestehenden S-Bahn-Halt einfahren, der um ein drittes Gleis ergänzt wird. Eine Simulation hat den Plan getestet. Ergebnis: Die Bauvariante führe dazu, "dass der Fahrplan funktioniert", so Regionaldirektorin Nicola Schelling. Neben dem dritten Gleis ermöglicht der kreuzungsfreie Umbau der Rohrer Kurve eine stabilener S-Bahn-Verkehr. Die Simulation war Grundlage für die nun geschlossene Finanzierungsvereinbarung. Für das Dritte Gleis zahlt die Bahn 30 Millionen Euro und die Region 20 Millionen Euro. Das Land beteiligt sich nur indirekt, indem es ab 2025 mehr Zugverkehr bestellt.

Vaihinger Bahnhof Daneben zahlt das Land zehn Millionen Euro für die Rohrer Kurve und den Ausbau des Bahnhofs Vaihingen um einen dritten Bahnsteig. Künftig sollen dort neben S-Bahnen Regional- und Fernverkehrszüge halten - gerade dann, wenn der Tiefbahnhof eröffnet und die Zufahrt über den Flughafen noch im Bau ist. Land und Bahn haben vereinbart, in die Vorentwurfsplanung einzusteigen; sie soll im zweite Halbjahr 2016 vorliegen. "Über den weiteren Terminplan beziehungsweise über einen Inbetriebnahmezeitpunkt kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden", erklärte das Ministerium.

Panorama-Strecke Offen bleibt, ob die Zufahrt von Vaihingen aus in den derzeit noch bestehenden Kopfbahnhof bestehen bleibt - als Ausweichstrecke etwa für S-Bahnen. Diese Idee hat der Lenkungskreistreffen nicht besprochen.

Die S-21-Projektpartner drücken auf den Fildern aufs Tempo, der Zeitplan wackelt aber weiter

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07.11.2015, 12:00 Uhr

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