Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Eine Menge Planung für einen Tag voller Farbe

Die SÜDWEST PRESSE sprach mit zwei Mitgliedern des Jugendgemeinderats

Morgen findet zum ersten Mal der Holi Day Horb statt. Eine Veranstaltung mit geplant 1000 Besuchern – eine Menge für eine eintägige Veranstaltung in Horb. Im Interview mit der SÜDWEST PRESSE erzählen die Mitglieder des Jugendgemeinderats Lorin Schäfer und Jillian Freitag von der Planung und den Vorbereitungen des Farben-Festivals.

21.08.2015
  • Michael Bösel

SÜDWEST PRESSE: Wie kamt ihr auf die Idee für den Holi Day Horb?

Jillian Freitag: Wir hatten bisher kleinere Aktionen wie den Spendenlauf und haben bei anderen Veranstaltungen ausgeholfen. Irgendwann hatten wir dann einfach richtig Lust selbst etwas größeres auf die Beine zu stellen und so kam es in einer gemeinsamen Sitzung zur Ideenfindung zum Holi Day.

Lorin Schäfer: Außerdem füllt es das „Sommerloch“ zwischen Mini-Rock-Festival und Herbstprogramm der Stadt Horb. Deshalb hoffen wir auch, dass sich der Holi Day als jährliche Veranstaltung etablieren kann.

Ist die Etablierung als regelmäßige Veranstaltung vom Erfolg abhängig?

Lorin: Nein. Zwar ist sie auch vom Erfolg abhängig, vor allem aber davon, ob der nächste Jugendgemeinderat auch ein Interesse daran hat das Projekt fortzuführen. Ich zum Beispiel scheide altersbedingt aus und darf nicht mehr kandidieren und andere können nicht mehr kandidieren, weil sie zum studieren in eine andere Stadt ziehen oder Ähnliches.

Jillian: Wir sehen den Holi Day auch als Grundstein dafür, dass der Jugendgemeinderat in Zukunft größere Veranstaltungen stemmen kann. Dabei muss es sich dann nicht zwingend um dieselbe Veranstaltung handeln.

Neue Veranstaltungen haben es im ersten Jahr erfahrungsgemäß schwierig schwarze Zahlen zu schreiben, siehe Mini-Rock-Festival 2005; habt ihr euch einen Plan oder eine Strategie zurecht gelegt sollte euch dies auch passieren?

Jillian: Natürlich hoffen wir auf schwarze Zahlen zu kommen, aber sollten wir tatsächlich rote Zahlen schreiben, dann versuchen wir diese durch andere Aktionen auszugleichen. Was wir konkret im Sinn haben sind zum Beispiel Verkäufe zu organisieren oder eine Aktion in der Art des Spendenlaufs zu machen.

Wie kompliziert hat sich die Organisation, auch hinsichtlich dessen, dass der Jugendgemeinderat ein relative neues Organ der Stadt ist, gestaltet?

Lorin: Uns haben die Erfahrungswerte gefehlt, um mit allen aufkommenden Fragen sofort alleine klar zu kommen. Aber wir hatten tatkräftige Unterstützung seitens der Stadt. Egal was für ein Anliegen wir hatten, die Zuständigen hatten immer ein offenes Ohr und uns wurde immer so gut geholfen wie es ging. Zum Beispiel gab es aufgrund der Baustelle ein Problem mit dem Eingang für Lieferanten. Unsere geplante Stelle an der Straße können wir nicht nutzen da sich die Bauarbeiten in der Dammstraße verlängert haben und es deshalb zu wenig Platz für die Fahrzeuge der Lieferer hat. Wir haben dann nach einer Alternative gesucht und diese in dem Weg am Neckar gefunden, dort wird die Ware abgestellt werden und wir tragen sie den restlichen Weg.

Jillian: Beispielsweise mit den Anwohnern gab es keine Probleme. Generell hatten wir das Gefühl, dass man uns und unserem Plan sehr offen und hilfsbereit gegenübersteht.

Ab und zu lief es auch etwas holprig, da es manchmal einfach schwierig ist einen Termin zur Besprechung zu finden der für alle Mitglieder des Gemeinderats passt. Einige arbeiten, studieren schon oder sind anderweitig beschäftigt. Besonders geholfen hat uns auch das Projektmanagement-Seminar von Holger Zimmermann, zu dem er den gesamten Jugendgemeinderat eingeladen hatte. Er warnte uns vor, dass es bei so gut wie jeder großen Planung irgendwann ein „Tal der Tränen“ gäbe und Streit dann vorprogrammiert sei. Bei uns blieb das bis jetzt noch aus und so kurz vor der Veranstaltung können wir uns, glaube ich, bereits darüber freuen, dass wir es ohne geschafft haben.

Und wie sah die Arbeitsweise an sich aus?

Lorin: Wir haben eine Arbeitsteilung für das Sinnvollste erachtet und das hat sich auch bewiesen. Im gesamten Jugendgemeinderat wurde die grobe Struktur und die zu erledigenden Aufgaben festgelegt und die Durchführungen der einzelnen Punkte wurde dann in kleinen Gruppen in Angriff genommen. Das erledigte wurde dann in Treffen des gesamten Jugendgemeinderats zusammengetragen.

Jillian: Unsere Gruppen haben wir nach Themen aufgeteilt. Es gibt zum Beispiel ein Team, dass für Sicherheit zuständig, eines für Catering und auch eins für Finanzen. Pro Gruppe gab es auch je einen Leiter.

Apropos Arbeitsteilung: Haben sich inzwischen genügend Helfer bei euch gemeldet?

Jillian: Es haben sich einige Leute gemeldet, die uns unterstützen wollen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir so viele freiwillige Helfer finden konnten.

Lorin: Aber für den Abbau könnten wir immer noch ein paar helfende Hände brauchen.

Nun ist das Wetter in den letzten Tage doch etwas unbeständig, wird der Holi Day Horb vom Wetter abhängig sein?

Lorin: Auch bei Regen wird der Holi Day statt finden. Die Farben kommen bei nasser Kleidung sowieso besser zur Geltung.

Jillian: Nichtsdestotrotz hoffen wir natürlich auf gutes Wetter.

Das Interview führte Michael Bösel

Die SÜDWEST PRESSE sprach mit zwei Mitgliedern des Jugendgemeinderats

Die SÜDWEST PRESSE sprach mit zwei Mitgliedern des Jugendgemeinderats

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

21.08.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball