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Gute Noten für das Freibad

Die Spiel- und Badelandschaft für Kinder gefällt

Für ein paar Tage hat sich der Sommer noch einmalaufgebäumt. 1900 Gäste nutzten allein am vorigen Sonntag das Freizeitangebot im Hammerwasen. Die, die wir fragten, gaben dem Bad gute Noten.

28.08.2010
  • WALTHER PUZA

Rottenburg. Manch einer hat seine im Mai bestellte Saisonkarte erst am vergangenen Wochenende abgeholt. Viele sagten, sie seien zum ersten Mal in diesem Jahr im Freibad. Es ist also wohl etwas dran, dass die Menschen erst ins Freibad gehen, wenn sie im Keller schwitzen. Das Freizeitangebot ist eben groß, das Freibad nicht mehr der Alleinunterhalter im Sommer.

Deswegen kommt es darauf an, mehr zu bieten als ein Becken voller kaltem Wasser. Doch das Bad im Hammerwasen schlägt sich gut. Besonders im Kinder-Bereich zeigten sich alle gut gelaunt. Sogar Tübinger Familien wichen wegen einer Pool-Party im dortigen Freibad aus.

Die Kleinkinder immer im Blick

Eine junge Mutter steht am Sandkasten und beobachtet ihren Sohn auf der Seilbahn. Vor ihren Füßen krabbelt ein Kleinkind und patscht fröhlich im feuchten Sand; ein Wasserspiel lädt zum Staudämme Bauen ein. „Das ist toll mit dem Rumgemansche. Das gefällt den Kindern“, sagt die Mutter.

Dafür, dass die Eltern ihre Kinder danach nicht vollgeschlammt mit nach Hause mitnehmen müssen, sorgt die Kinder-Badelandschaft: Springbrunnen, Wasserpilz, ein Wasser speiender Seehund und das seichte Becken bereiten den Kleinen ebensoviel Spaß wie der Sandkasten und das Säubern obendrein.

Lorena Nadler planscht mit ihrem Cousin und zeigt auf einen Hügel, von dem spiralförmig Wasser herunterfließt: „Da kann man auch noch Bootle fahren lassen.“ Constanze und Diana Schäfer sitzen derweil unter einem Sonnenschirm auf einem Mäuerchen mitten in der Badelandschaft und genießen es, ihre Kinder auf diese bequeme Art immer im Blick zu haben.

„Was sehr schön ist, ist die große Liegewiese“, sagt Diana Schäfer. Da verlaufe sich alles. Die Leute müssten nicht eng aufeinander liegen. Allerdings ist die Wiese von der Badelandschaft wegen Sitznischen und Hecken nur durch einen Zugang mit Duschbecken zu erreichen. „Ich find’s ein bisschen schade, dass es so abgetrennt ist. Sonst wäre es schön, dass man hier draußen sitzt und trotzdem nach den Kindern schauen könnte“, meint eine Tübingerin. Eine Rottenburgerin findet es sogar „ein bisschen doof“, weil sie ihre Kinder gerne auch mal allein spielen ließe, wenn sie von der Wiese etwas sehen würde: „Den Bereich an sich finde ich aber toll“, sagt sie.

Beachen abseits vom Becken

Auf der Liegewiese kickt Dieter Deutschle mit seiner Tochter. „Vom Platz her ist es klasse“, freut er sich. „Obwohl viele Leute da sind, können wir Fußball spielen.“ Es reicht sogar noch für Pärchen, das ein bisschen weiter weg Federball spielt und Strandtennis. Zwei Beachvolleyball-Felder gehören zum fest installierten sportlichen Angebot des Freibads. Mittags sei es zwar entweder zu heiß oder zu voll, aber abends okay, urteilt ein junger Mann: „Ab halb sechs ist es gut.“

Konstantinos Nouskas spielt dort ebenfalls gern Beachvolleyball: „Wir sind voll froh, dass es das gibt, aber es ist schade, dass hier nichts organisiert wird. Rottenburg ist doch ein Stützpunkt“, spielt er auf den Bundesliga-Status an. Nouskas würde sich freuen, gelegentlich ein paar TVR-Volleyballer hier zu sehen, die sich mit den Hobby-Spielern zusammen tun: „Wenn einer von der dritten Mannschaft käme, wäre es ja schon toll.“

Wenn um halb sechs das Volleyball-Feld leer wird, ist es längst auch der Warmwassertank der Dusche. 1500 Liter fasst der; durch die Sonne erwärmt auf 32 Grad. Heißduscher müssen dann auf die kostenpflichtigen Brausen ausweichen, die jederzeit Warmwasser bieten. Wirklich gestört hat das am Sonntag jedoch keinen. Häufig vermisst wurden dagegen eine Rutsche und ein Fünfmeter-Sprungturm. Bei drei Meter endet der Todesmut im Rottenburger Bad.

Mangel gab’s an Parkplätzen. Vor dem Bad erzählt eine Frau, sie habe irgendwo auf der Neckarhaldenseite geparkt: „Der Parkplatz im Steinbruch ist immer schnell voll“, sagt sie. Also füllten Autos alles, was rund ums Bad irgendwie nach Abstellfläche aussah.

76 000 Leute kamen in der bisherigen Saison ins Rottenburger Freibad. „Viele haben ihre Kühltaschen dabei“, erzählt Ariane Beckert. Sie und ihre Familie betreiben den Kiosk in Beckennähe. „Das, was man sich nicht mitbringen kann, läuft am meisten: Eis und Pommes.“ Der Kiosk mit Stühlen und Tischen im Freien ist beliebt. „Ein gutes Angebot“, loben die einen. „Vielleicht noch ein bisschen ein gesundes Angebot“ wünscht sich aber Constanze Schäfer. Das richte sich nach der Nachfrage, erklärt Beckert. „Wir hatten schon Brötchen, schön belegt mit Ei und Salat. Aber wir müssen gucken, was sich ein paar Tage hält, weil der Betrieb wahnsinnig wetterabhängig ist.“

Die Spiel- und Badelandschaft für Kinder gefällt
Der Badebereich für Kinder im Rottenburger Freibad mit Flachwasserzone als Planschbecken und diversen Spritz-Vorrichtungen. Rechts hinten das Mäuerchen, auf dem die Mütter gern sitzen und ihre Sprösslinge beobachten. Bilder: Puza

Die Spiel- und Badelandschaft für Kinder gefällt
Pommes, Rote, Fleischkäs oder Frikadellen. Der Kiosk ist sehr beliebt, manche Gäste aber wünschen sich zusätzlich gesündere Frisch-Produkte. Bild: Puza

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28.08.2010, 12:00 Uhr

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