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Die Stadt schickt keine Kontrolleure
Halligalli ist an Karfreitag verboten. Foto: Thumilan Selvakumaran
Karfreitag

Die Stadt schickt keine Kontrolleure

Das Tanzverbot an den „stillen Tagen“ wird in Stuttgart nicht streng exekutiert. Viele Clubs haben geöffnet.

11.04.2017
  • DPA

Stuttgart. Das Tanzverbot rund um den Karfreitag stiftet seit Jahren für Verwirrung bei Gastronomen und Partygängern. Denn: Nicht jeder Clubbetreiber tanzt nach der Pfeife des Feiertagsgesetzes. Wer in Baden-Württemberg zwischen Gründonnerstag und Karsamstag feiern will, kann das meistens auch. Nicht überall wird kontrolliert, ob dabei auch getanzt wird. Der „One Table Club“ auf der Stuttgarter Partymeile Theodor-Heuss-Straße beispielsweise hat trotz des Tanzverbots am Karfreitag offen. „Wir öffnen um 22 Uhr und spielen erst mal leise Musik“, erklärt ein Sprecher der Disco.

Ab 24 Uhr beginnt dann nicht nur dort der normale Betrieb – viele weitere Discos und Bars in der Landeshauptstadt laden am frühen Samstagmorgen zu normalen Tanzveranstaltungen, obwohl das Verbot auch am Karsamstag gilt. Im Rest des Landes sieht es ähnlich aus. Es gibt zwar weniger Angebote, vielerorts wird aber durchaus getanzt. „Es ist eine Grauzone, in der sich die Betriebe bewegen“, sagt der Sprecher vom „One Table Club“.

Dabei ist die Sache rechtlich eigentlich klar: „Es herrscht Tanzverbot, auch noch am frühen Samstagmorgen“, stellt ein Sprecher des Innenministeriums klar. „Den Clubs kann jedoch nicht verboten werden, zu öffnen. Die örtlichen Behörden müssen speziell das Tanzen überprüfen.“ Für diese Kontrollen fühlt sich das Innenministerium jedoch nicht zuständig.

Am Beispiel Stuttgart zeigt sich, dass auch die Stadt sich nicht in der Verantwortung sieht. „Sollte es zu Beschwerden oder Ähnlichem kommen, entscheidet die Polizei, ob Anzeige erstattet wird“, erklärt ein Sprecher. „Reine Kontrollen zur Einhaltung des Tanzverbots halten wir für nicht sinnvoll.“ 2015 hatte die Landesregierung bereits das Feiertagsgesetz gelockert. Für neun Feiertage und die Sonntage wurde damals das Tanzverbot aufgehoben, übrig blieben die sieben sogenannten stillen Feiertage.

Feiern, Musik und Alkohol sind demnach erlaubt, Tanzen allerdings ist verboten. Das Verbot beginnt am Gründonnerstag um 18 Uhr und endet am Karsamstag um 20 Uhr. dpa

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11.04.2017, 06:00 Uhr

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