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Die Tänzerin

Die Tänzerin

Der erotisch aufgeladene Spielfilm verfolgt Aufstieg und Fall des Belle-Epoque-Stars Loïe Fuller.

Die Tänzerin

La danseuse
Frankreich 2016

Regie: Stéphanie Di Giusto
Mit: Stéphanie Sokolinski, Lily-Rose Melody Depp, Gaspard Ulliel

112 Min. - ab 12 Jahren

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08.09.2016
  • Dorothee Hermann

Sie war die Tochter eines versoffenen Rodeoreiters, dem sie bis zu seinem Tod beistand. Die Mutter hatte sich schon längst angewidert abgesetzt, um im fernen New York Seite an Seite mit anderen Abstinenzlerinnen zu agitieren. Doch die junge Marie-Louise Fuller (gespielt von der französischen Sängerin SoKo) ist nicht bereit, sich von noch so widrigen Bedingungen kleinhalten zu lassen.

Sie träumt sich an die Operund übt das Rezitieren gefühlvoller Dialoge notgedrungen mit einem abgeschnittenen Hasenkopf als Gegenüber.

Das Regiedebüt der Französin Stéphanie Di Giusto versucht, das Leben der Ausnahmetänzerin Loie Fuller (so ihr selbstgewählter Künstlername), Wegbereiterin des modernen Tanzes und Star der Belle Epoque, als opulenten Bilderreigen zu entfalten.

Aus der Misere dröger Näharbeiten strebt die junge Frau mit den kindlichen und zugleich herben Gesichtszügen zielstrebig auf die Bühne. Obwohl jeder Auftritt sie vor Anstrengung fast umbringt, verlängert sie sich mit Holzstangen die Arme, um die gewünschten Effekte zu erzielen - was der Film mit grandiosen Aufnahmen einfängt.

Als eine Kollegin ihre Idee klaut, geht Loie einfach nach Paris. Als Direktor des berühmten Varietétheaters „Folies Bergère“ grüßt der belgische Komiker und Schauspieler François Damiens, der so gemessen agiert, als wolle er sich künftig als Charakterdarsteller empfehlen.

Zum Verbündeten wird der ätherschnüffelnde Graf Louis Dorsay (Gaspard Ulliel), was dem Film glanzvolle Interieurs und allerlei Sentenzen über die Wechselfälle des Glücks beschert.

Leider bleibt das Ganze etwas kulissenhaft. Das aufstrebende, reichlich intrigante Nachwuchstalent Isadora Duncan wird ein wenig blass von Johnny Depps Tochter Lily-Rose dargestellt.

Dieses Biopic über die Belle Epoque hätte den Figuren ebenso viel Aufmerksamkeit schenken sollen wie der Ausstattung.

Spielplan

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08.09.2016, 17:31 Uhr

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