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Vorweihnachtskonzert

Die Töne schwebten durch den Raum

Ein beeindruckendes Schaulaufen der Instrumentenklassen beim Konzert der Musikschule Ammerbuch.

28.11.2016
  • bkn

Mit einer Bourée von Leopold Mozart, dem Vater von Wolfgang Amadeus, eröffnete die Musikschule den Abend in der St. Stephanuskirche in Poltringen. Eine eher ungewöhnliche Instrumentenkombination bekamen die über 100 Besucher am Samstag präsentiert: Die Bourée, die von einem französischen höfischen Tanz abstammt, wurde von Trompete (Jonas Malang) und Akkordeon (Dieter Dörrenbächer) gespielt.

Wunderschöner Gleichklang

Die folgende „Suite G-Dur“ von Johann Ludwig Bach mit ihren vier Sätzen verlangte dem Nachwuchsstreicherensemble der Musikschule alles ab. Unter der Leitung von Achim Braun brachte sie ein verspieltes „Air“, dann eine weitere Bourée. Je länger das Werk dauerte, desto mehr fanden die Musikerinnen und Musiker zueinander, umso harmonischer klang das Ganze.

Eine eher ungewöhnliche Darbietung folgte mit der Mundharmonikagruppe der Poltringer Grundschule unter der Leitung von Musikschulchef Dörrenbächer. „Alle meine Entchen“ unterm Kirchendach, gleich danach Beethovens „Ode an die Freude“ - beides mit viel Engagement und Swing gespielt.

Einer Meditation ähnelten die beiden darauf folgenden Werke von Philipp Glass, „Company No. 2“ und „Company No. 3.“ Glass, einer der wichtigsten Vertreter der Minimal Music, arbeitete auch in diesen beiden Stücken mit Reduktion. Übrig blieb ein eingängiges Werk, gespielt vom Gitarrenensemble Los Gitarreros von der Musikschule. Unter der Leitung von Peter Wilhelm gelang den sieben Jungmusikern ein wunderschöner Gleichklang, abgelöst von alternierenden Einsätzen der Gitarren in Melodieführung und als Rhythmusvehikel. Ebenfalls gelungen das langsame Abschwellen des Tons, ehe das Stück dann einfach verschwindet.

Wolfram Eppinger leitete im Anschluss Antonio Vivaldis „Concerto g-moll RV 156“ für Streicher, dem die „Kirchensonate C-Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart folgte. Dieses Werk ist für Klavier und Streicher ausgelegt, und Leon Gnech konnte seine Fähigkeiten am Klavier eindrücklich zeigen. Aber auch das Zusammenspiel mit den Streichern klappte vorzüglich, es gab kaum einmal einen Wackler. Beachtlich, wenn man die Komplexität des Stückes betrachtet.

Sonderbare Töne

Zum Ende hin erfüllten ganz sonderbare Töne den Kirchenraum. Lukas Stöckermann und Tomasz Flammer spielten ihre Version von „Amazing Grace“ auf dem Vibraphone. Dunkel schälten sich dabei fast psychedelisch Klänge aus dem Instrument, fanden dann Kontur und mündeten in die bekannte Melodie des Werks.

Bei „The Carol of Drums“ von Katherine Davis erhält das Vibraphone Unterstützung von drei Perkussionisten. Auch hier schweben die Töne fast sphärisch durch den Raum, wurden dann von den Trommmelschlägen wieder geerdet. Am Ende gab es reichlich Beifall.

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28.11.2016, 01:00 Uhr

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