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Die Weste bleibt weiß
Überraschend durfte Mittelfeldspieler Sami Khedira (Nummer sechs/weißes Trikot) auch gegen Nordirland in der Startformation ran. Der ehemalige Stuttgarter bedankte sich mit diesem Kopfballtreffer zum 2:0 für Joachim Löws Vertrauen. Foto: dpa
Nationalmannschaft

Die Weste bleibt weiß

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw hat in der Qualifikation für die WM 2018 in Russland Nordirland mit 2:0 besiegt.

12.10.2016
  • THOMAS GOTTHARDT

Hannover. Geschafft: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den Oktober des Jahres 2016 bereits zu einem „Goldenen Oktober“ werden lassen. Mit dem 2:0 (2:0)-Sieg gegen Nordirland im dritten Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2018 hat die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ihre makellose Bilanz auf neun Punkte und 8:0 Tore ausgebaut und ist damit auf dem besten Weg, frühzeitig das Ticket für Russland zu lösen.

Ein kleiner Nebenaspekt des gestrigen Erfolges in Hannover: Für Joachim Löw war es nicht nur das 141. Länderspiel als Bundestrainer, sondern auch der 94. Sieg. Damit hat er die Bilanz Sepp Herbergers (167 Spiele, 94 Erfolge) in einem Punkt schon einmal egalisiert. Und der andere? Einfach nur eine Frage der Zeit.

Die rein sportlichen, aktuellen Zahlen sind aber das, was zählt. Und in diesem Punkt sieht sich Löw („die Statistik interessiert mich nicht“) auf dem richtigen Weg. „Ich möchte, dass wir diese Qualifikation mit voller Konzentration vom ersten bis zum letzten Spieltag durchziehen“, hatte Löw vor der Partie gegen die Nordiren erklärt und damit erneut auf die eben nicht so konsequent gespielte Qualifikation zur Euro in Frankreich hingewiesen. Und der Wunsch ging in Erfüllung, weil die Auswahl des deutschen Fußball-Bundes (DFB) wie beim 3:0 am vergangenen Samstag in Hamburg hoch konzentriert zu Werke ging und zunächst eine ähnliche Offensivshow zelebrierte, obwohl der Gegner wie erwartet mit einer äußert kompakten und tief stehenden Defensive dem Weltmeister das Leben schwer machen wollte.

Dabei schenkte Löw exakt den elf Spielern erneut das Vertrauen, die im Volksparkstadion so zu überzeugen wussten. Für Ilkay Gündogan hieß das, erneut von der Bank aus den Anpfiff des italienischen Schiedsrichters Paolo Tagliavento erleben zu müssen, obwohl Löw dem Deutsch-Türken noch am vergangenen Freitag einen Startplatz gegen die Nordiren in Aussicht gestellt hatte. Gündogan wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

„Wir können nicht wie die Tschechen 4-4-2 und mit offenem Visier spielen, dann kassieren wir ein frühes Tor, und das Spiel ist nach 25 Minuten vorbei“, hatte Nordirlands Trainer Michael O‘Neill noch vor der Partie warnende Wort Richtung Mannschaft gesprochen. Der Schlüssel zum Erfolg sei Disziplin – „mit und ohne Ball“, ergänzte der Coach, der auf Kultstürmer Will Grigg verzichten musste (Elternzeit). Dafür war Kyle Lafferty wieder mit von der Partei.

O'Neills Plan hielt allerdings nicht lange stand vor 42 000 Zuschauern (darunter rund 2000 Nordiren) im nicht ganz ausverkauften ehemaligen Niedersachsenstadion. Als Mario Götze mit einem Kopfball an Nordirlands Keeper Michael McGovern scheiterte, Thomas Müller hatte glänzend von der rechten Außenbahn geflankt, war das der erste Warnschuss. Dann ging es Schlag auf Schlag. In der 13. Minute zog Julian Draxler trocken von der Strafraumgrenze ab und erzielte die 1:0-Führung. Nur vier Minuten später traf Sami Khedira per Kopfball (nach Kopfball-Vorlage von Mats Hummels) zum frühen 2:0.

Die Nordiren, die für ihre Verhältnisse mit vier Punkten ebenfalls gut in die WM-Qualifikation gestartet waren, konnten der deutschen Offensive kaum etwas entgegensetzen. Sie versuchten ansatzweise mit Kontern etwas zu produzieren, waren in ihrem Bemühen aber entweder nicht konsequent genug oder blieben spätestens am Innenverteidiger-Duo Hummels/Boateng hängen. In der ersten Halbzeit musste Torhüter allerdings Manuel Neuer bei einem Flachschuss von Josh Magennis einen Bruchteil seines Könnens zeigen. Letztendlich entwickelte sich damit ein ähnliches Spiel wie bei der Euro 2016, als die DFB-Auswahl im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland zwar hoch überlegen war, aber „nur“ mit 1:0 gewinnen konnte. Das Team von Trainer Michael O‘Neill scheiterte im Achtelfinale gegen Wales. Damals erzielte Mario Gomez, der bei der Neuauflage aus Verletzungsgründen fehlt, den entscheidenden Treffer.

Auch wenn die Gäste im Verlaufe der Partie etwas wacher wurden, dominierten die Deutschen weiterhin klar die Partie und hätten, wie schon in Hamburg, noch das eine oder andere Tor mehr machen müssen.

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12.10.2016, 06:00 Uhr

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