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Sicherheit

Die Zahl der Attacken steigt

Die Hunde werden nicht aggressiver, heißt es aus dem Innenministerium, es gebe nur mehr von ihnen.

13.06.2019

Von LSW

Ein American-Staffordshire-Terrier mit Maulkorb. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Leimen/Stuttgart. Der jüngste Angriff zweier Kampfhunde auf einen Jugendlichen in Leimen war nach Einschätzung von Experten eher eine Ausnahme. Zwar nimmt die Zahl der Attacken durch Hunde im Südwesten zu, aber das hat laut Innenministerium nichts mit wachsender Aggressivität der Vierbeiner zu tun. So verzeichnet die Statistik in der Kategorie „Tatmittel Hund“ 1397 Fälle für das vergangene Jahr, darunter 1381 Körperverletzungen. Vor fünf Jahren waren es noch 1214 Fälle, darunter 1200 Körperverletzungen.

Das Ministerium führt diese Entwicklung auf die steigende Zahl der Hunde zurück. „Mehr Hunde bedeuten mehr Zwischenfälle“, erläuterte Ministeriumssprecher Renato Gigliotti am Mittwoch in Stuttgart. Bei den Körperverletzungen sind die meisten fahrlässig begangen worden. „Das ist dann der klassische Zwicker eines kleinen Hundes.“ In diese Kategorie fallen aber auch Situationen, in der Menschen über Hunde stolpern und stürzen.

Die Statistik unterscheidet zwischen Hunden und Kampfhunden. Auf das Konto letzterer gingen im vergangenen Jahr 34 Delikte (2017: 37). Als weitere Straftaten nennt die Statistik Nötigung und Bedrohung, etwa das Versperren eines Weges mit dem Hund oder die Drohung, diesen loszulassen. Hier wurden im Vorjahr bei den Hunden 15 Fälle gezählt und kein Vorfall bei den Kampfhunden.

Seltener Fall

Der Fall des Jugendlichen, der in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) durch zwei junge Kampfhunde schwer verletzt wurde, sei ein äußerst seltener, sagte Gigliotti. Da sei alles schiefgegangen, was möglich sei: Ein Minderjähriger war dort mit zwei weder mit Leine noch Maulkorb versehenen Hunden unterwegs. Nur Erwachsene dürfen jeweils einen Kampfhund führen, der gesichert sein muss, wenn er noch keine Wesensprüfung bestanden hat. Das 15-jährige Opfer musste wegen Bissen am Kopf, Arm und Oberkörper in einer Spezialklinik behandelt werden. dpa

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Erstellt:
13. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2019, 06:00 Uhr

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