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Ich hebe meine Augen auf

Die besondere Motette und der Kantatengottesdienst in der Stiftskirche

Tübingenmt. Am heutigen Mittwoch von 22.15 Uhr bis 23.40 Uhr findet bereits zum vierten Mal eine besondere Motette zu Silvester in der Tübinger Stiftskirche statt.

31.12.2014
  • st

In diesem Jahr steht angesichts des im Oktober eingeweihten neuen Cembalos, dessen Anschaffung der „Freundeskreis Tübinger Motette“ und zahlreiche Spender ermöglicht haben, Musik für konzertierende Cembali im Mittelpunkt: die beiden Concerti in d-moll und C-Dur (BWV 1063, 1064) von Johann Sebastian Bach.

Von seinem zweitgeborenen Sohn Carl Phillip Emanuel (1714-1788), dessen 300. Geburtstag sich dieses Jahr jährte, erklingt ein weiteres Concerto, nun für Oboe, Streicher und Cembalo sowie aus dem Zyklus der „6 Hamburger Sinfonien“ die Sinfonie h-moll ein wahrhaft stürmisches Werk mit unerhörten Harmonien und Rhythmen. Es musizieren Irene Göser-Streicher (Oboe), Ingo Bredenbach, Stephan Leuthold, Carsten Lorenz (Cembalo) und die Camerataviva Tübingen (Konzertmeister: Georg Eckle). Der Eintritt auch zu dieser Motette ist frei.

Im Anschluss an diese besondere Motette laden die Stiftskirchengemeinde und der „Freundeskreis Tübinger Motette“ ein, sich im Seitenschiff der Stiftskirche von Stiftskirchenpfarrer Karl Theodor Kleinknecht, dessen Liturgendienst in dieser Motette seine letzte Amtshandlung gewesen sein wird, zu verabschieden und auf das neue Jahr anzustoßen.

Bach hatte in seiner ersten Zeit das 1701 von Telemann gegründete „collegiummusicum“ von 1729-1737 geleitet, mit dem Bach freitags (zur Messezeit auch mittwochs) „im ZimmermannschenCaffee-Hauß“ öffentlich musizierte. In dieser Zeit entstand ein großer Bedarf nach „weltlicher“ Instrumentalmusik und da im Hause Bach mit den Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Phillip Emanuel sowie seinen Schülern in Leipzig fähige Cembalisten zur Verfügung standen, entstanden viele Cembalokonzerte zumeist als Bearbeitung von heute zum größten Teil als verschollen geltenden Instrumentalkonzerten, die in der Köthener Zeit Bachs (1717-1723) entstanden waren

Am Neujahrstag, Donnerstag, den 1. Januar 2015 findet dann um 11 Uhr der vierte von sechs Kantatengottesdiensten in der Stiftskirche statt, in welchem drei kürzere norddeutsch-barocke Solokantaten erklingen, die auf verschiedene Psalmtexte vertont sind, welche das neue Jahr mit Lob und Dank begrüßen, um mit der Zusage von Gottes Zuwendung zu schließen. Neben Johann Nikolaus Hanffs „Ich will den Herrn loben allezeit“ und Georg Philipp Telemanns „Ich hebe meine Augen auf“ steht im Zentrum Dieterich Buxtehudes Kantate „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Die Ausführenden sind Susan Eitrich (Sopran), Georg Eckle (Violine), Christine Seegers (Violoncello) und der Erste Organist der Stiftskirche, Jens Wollenschläger (Orgel und Leitung). Liturgin ist Dekanin Elisabeth Hege.

Die besondere Motette und der Kantatengottesdienst in der Stiftskirche
Die Kirche wird wieder bis auf den letzten Platz besetzt sein. Archivbild: Mozer

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31.12.2014, 12:00 Uhr

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