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Besserer Hochwasserschutz für Bad Niedernau

Die drei Bäche sollen gebändigt werden

Die beiden neuen Rückhaltebecken im Rottenburger Süden sind fast fertig. Jetzt wird noch ein drittes am Aischbach gebaut.

20.10.2016
  • Kathrin Löffler

Braunsbach, Mai 2016, drei Bäche vernichten ein Dorf. Die Katastrophenbilder schafften es in sämtliche Nachrichten. So weit muss man über die Region aber gar nicht hinausblicken. Im Rottenburger Süden weiß man um die Zerstörungsgewalt von Wassermassen, nicht erst seit den Fluten von 2008 und 2013.

Jetzt entschied der Gemeinderat einstimmig den Bau eines neuen Hochwasserrückhaltebeckens. Es soll neben der L389 entstehen, der Verbindungsstraße von Weiler nach Hirrlingen. Schützen soll es vor allem Bad Niedernau. Denn am geplanten Standort vereinigen sich Aischbach und Krebsbach zum Katzenbach – und der fließt wiederum weiter in den Rottenburger Teilort.

An der L389 gibt es schon einen Straßendamm, der einen Kessel im Gelände bildet. Der Aischbach quert diesen Damm in einem rechteckigen Durchlass, 35 Meter reicht die Konstruktion an Damm und Straße entlang. Für das Rückhaltebecken wird nun vor den bestehenden Straßendamm ein neuer Damm aufgeschüttet und an das Durchlassbauwerk ein neues Einlaufbauwerk gekoppelt. Es soll 7 Meter hoch, 9 Meter breit und 10 Meter lang werden. Der Radweg wird höher gelegt, für die Steuertechnik ist ein Betriebsgebäude geplant. Das kostet insgesamt rund 995000 Euro. Baubeginn ist im kommenden Jahr.

Das neue Hochwasserrückhaltebecken ist Teil des Hochwasserschutzkonzepts Rottenburg-Süd. 2008 hat die Stadt diese Pläne vorgestellt. Sie sahen den Bau zweier weiterer Hochwasserrückhaltebecken vor: jeweils oberhalb von Hemmendorf und Dettingen. Diese beiden sind inzwischen fast fertig. Das Rückhaltebecken am Krebsbach südlich von Hemmendorf kann knapp 229000 Kubikmeter Wasser stauen, jenes am Aischbach bei Dettingen rund 147000 Kubikmeter. Das nun entstehende Rückhaltebecken an der L389 ist damit das kleinste von allen dreien: Es fasst 51000 Kubikmeter. Das Land Baden-Württemberg fördert den Bau der drei Rückhaltebecken mit rund 75 Prozent.

Kleine, volle Regenzellen

Die Stadt Rottenburg hält sich via Internet über potenziell bedrohliche Wetterlagen, Niederschlagswerte und Pegelstände auf dem Laufenden. Daten bekommt sie von der Hochwasservorhersage Baden-Württemberg, vom Deutschen Wetterdienst und vom Umweltministerium. Schäden anrichten können nicht nur breite Regenfronten. Zunehmend machen Wolken von geringerem Ausmaß Probleme. „Es gibt immer häufiger kleinere Zellen, die immer mehr Wasser mit sich tragen“, sagt Rottenburgs Tiefbauamtsleiter Jürgen Klein. Das bedeutet: In kurzer Zeit fällt mehr Regen pro Quadratmeter.

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20.10.2016, 01:00 Uhr

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