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Starzachlauf

Die eigene Bestzeit geknackt

Streckenrekord fiel mit Ansage – Stefan Hettich gab mächtig Gas.

31.10.2016
  • Werner Bauknecht

Neblig war es am Sonntag beim 31. Starzachlauf über 11,2 Kilometer. Ansonsten aber perfektes Laufwetter in Wachendorf . Das dachte auch Stefan Hettich (TSV Gomaringen), deutscher Spitzenathlet und Vorjahressieger. Denn seiner Aussage, er wolle den eigenen Rekord auf der Wachendorfer Strecke schlagen, ließ er zügig Taten folgen. Von Anfang an drückte er aufs Tempo, lief ab Kilometer zwei alleine und finishte in grandiosen 36:52 Minuten (vergangenes Jahr: 37:11). „Ich wollte einen schnellen Trainingslauf machen“, sagte er verschmitzt, „einen sehr schnellen“, setzte er nach.

Hinter ihm gab es einen Vierkampf um Platz zwei. Schließlich setzte sich der vielmalige Starzachlaufsieger Tobias Giering aus Fischen (LG farbtex Nordschwarzwald) in 38:59 vor Michael Braun (CSV-TRI-Team) in 39:08 durch. Neckte der Fünftplatzierte, Christoph Groß von der LG Steinlach, seinen Gegner Giering: „Tobi, so fertig wie heute habe ich dich noch nie gesehen.“ Doch der winkte bloß müde ab.

Besonders bei Kilometer fünf, wenn es aus dem Wald heraus einen Stich nach Bierlingen hochgeht, sah man fast allen Läufern und Läuferinnen die Strapazen der Strecke an. Nur Hettich tänzelte dort an den Zuschauern vorbei. Er habe, sagte er, im Wald, ab Kilometer acht, etwas an Zeit verloren. Dort gibt es eine lange Bergaufpassage.

Unglücklich verlief der Lauf für Topfavoritin und Lokalmatadorin Judith Wagner. Zwar gewann sie in 46:01 Minuten (damit wurde sie auch VR-Cup-Gesamtsiegerin) den Lauf erwartungsgemäß. Doch ab Kilometer acht verspürte sie einen heftigen Stich im rechten Oberschenkel. „Ich habe mich grad noch über die Ziellinie geschleppt“, sagte sie. Auch nach dem Rennen humpelte sie noch, hatte Schmerzen. „Ich war noch nie verletzt“, berichtete sie. Sie hofft, dass es sich bloß um eine leichte Zerrung handelt und ihr nichts Schlimmeres bevorsteht. Zum Glück für sie hatte sie einen derart großen Vorsprung herausgelaufen, dass die spätere Zweite, Nicole Jäckel aus Tübingen (47:18), nicht mehr herankam. Bettina Spannowsky (SV Ohmenhausen) hatte noch Chancen auf den Gesamtsieg im Cup. Mit ihrem dritten Platz am Sonntag lieferte sie ein tolles Rennen ab, das dann immerhin zum Vizetitel im Cup reichte – Wagner war, wie die Jahre zuvor, nicht zu schlagen.

Eine Rückkehr in den Wettkampfrummel feierte Nikolauslauforganisator Gerold Knisel (LAV Stadtwerke Tübingen) nach monatelanger, verletzungsbedingter Laufpause. Und wie war es? „Oh je“, kam die erschöpfte Antwort, „so schwer habe ich es mir nicht vorgestellt, bei Kilometer fünf wollte ich schon aufhören.“

Zwar handelt es sich in Wachendorf um einen Naturlauf. Aber beim Anlauf aufs Ziel lagen die zwei Kilometer des Zielanlaufs von Bad Imnau her vollständig im Nebel. „Heute morgen, ganz früh, hat es schon leicht geschneit“, verkündete eine Zuschauerin am Straßenrand. Dennoch kamen 208 Finisher ins Ziel, fünf weniger nur als im Vorjahr. Überhaupt unterscheiden sich die Läufer klar im Outfit: Die schnellen Hirsche laufen leicht bekleidet im Trägerhemd, die Hobbyläufer eher dick verpackt und „lang“ – lange Hose, lange Shirts. Bettina Fleig aus der Ortenau machte es trotzdem Spaß. „Wenn man nicht so schnell rennt, friert man eher“ meinte sie lachend, „deshalb verpacke ich mich gut.“

Im Hobbylauf über 5,2 Kilometer mit 54 Teilnehmern siegten Manuel Schmitt (LG Steinlach) und Linda Sgonina (Fast Feed Tübingen) .

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31.10.2016, 01:00 Uhr

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