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Junger FCR, erfahrener TBK

Die fünf Landesligisten aus dem Kreis Tübingen vor dem Saisonauftakt

Fünf Klubs aus dem Kreis Tübingen spielen ab dem Wochenende in der Fußball-Landesliga. Das TAGBLATT wirft wenige Tage vor dem Saisonstart einen Blick auf die Klubs – Tipps inklusive.

14.08.2014
  • Moritz Hagemann

Kreis Tübingen. Gleich zwei Aufsteiger haben sich im FC Rottenburg und dem TB Kirchentellinsfurt in das Feld der 16 Landesligisten gemischt. Während der TBK gleich zum Auftakt die TSG Tübingen empfängt, erwartet der FCR den Mitaufsteiger TV Darmsheim (beide Sonntag, 15 Uhr). Bereits am Samstag starten die Spvgg Mössingen (15.30 Uhr beim SV Zimmern) und der SV Nehren (17 Uhr beim VfL Pfullingen) in die Saison. Das TAGBLATT stellt die Teams vor dem Auftakt vor.

TB Kirchentellinsfurt

Die Vorbereitung: Lief bis zum Pokalspiel gegen den SSV Reutlingen (1:3) schlecht und ohne Sieg. Auch der TBK-Coach beklagt Urlauber und Verletzte. „Ich musste und muss mit einem sehr, sehr kleinen Kader trainieren“, sagt Wachsmuth.

Der Spielerkader: Zwar ohne Torjäger Tim Hahn, dafür aber in der Breite verbessert, hat sich der TBK aufgestellt. Daniel Petershofer kam aus der vierten österreichischen Liga. Der 27-jährige Defensivallrounder hat sich in den ersten Wochen direkt als Führungsfigur entpuppt.

Der Trainer: Jan Wachsmuth ist seit Sommer 2012 beim TBK. Zuvor trainierte er unter anderem die U 19 beim SSV Reutlingen und den Stuttgarter Kickers.

Das Ziel: Der TBK gibt sich keinen Utopien hin. „Wir wissen, dass der Klassenerhalt unglaublich schwer zu erreichen ist“, sagt Wachsmuth.

Der Hoffnungsträger: Die Erfahrung. Sechs Spieler beim Aufsteiger haben Landesliga-Erfahrung. Außerdem steht bei einigen Kickern schon die Drei beim Alter vorne. So etwas kann helfen – vor allem, wenn es einmal nicht läuft.

TAGBLATT-Tipp: Der TBK wird es schwer haben. Vieles hängt davon ab, ob die Euphorie zu Saisonbeginn zu einigen Punkten trägt. Gelingt dies, ist der Klassenverbleib drin.

Spvgg Mössingen

Die Vorbereitung: Stark angefangen, aber auch stark nachgelassen. „Zufrieden kann ich deshalb nicht sein“, sagt Trainer Matthias Jedele. Nach dem 0:5 in der zweiten Runde des WFV-Pokals gegen die TuS Metzingen ging es bergab – da waren auch nur zehn bis zwölf Spieler aus Urlaubs- und Verletzungsgründen im Training.

Der Spielerkader: In Vergoulakis Karapantzos hat sich die Spvgg einen zweiten Angreifer neben Torjäger Kevin Schneider geholt. Problem: Karapantzos hatte einen Riss im Kiefergelenk und fährt nun zum Saisonbeginn in den Urlaub, Schneider und Kapitän Max Maier fehlen vorerst gesperrt. Jedele baut auf ein 4-1-4-1-System. „Wir wollen überfallartig kontern“, sagt der Trainer.

Der Trainer: Nach einer Station beim TB Kirchentellinsfurt II in der B-Liga ist der 32-jährige Matthias Jedele sofort in der Landesliga tätig. Zuvor trainierte er beim SSV Reutlingen in der Jugend.

Das Ziel: „40 Punkte zu haben genießt Priorität“, sagt Jedele. Der Trainer will zunächst die Klasse sichern.

Der Hoffnungsträger: Der Teamgeist. „Das ist etwas Besonderes bei uns“, findet der Coach. Durch ihre Einstellung hätten es seine Spieler verstanden, „dass wir nur mit Fighten und Rennen bestehen können“.

TAGBLATT-Tipp: Vor Mössingen steht ein schweres Jahr. Bernd Bauer, der Vater des Erfolges, ist weg. Wichtig ist, dass das Team und der neue und junge Trainer Jedele schnell zueinander finden. Jedele tut gut daran, erst einmal den Klassenverbleib als Ziel auszurufen. Denn darum wird es für Mössingen gehen.

SV Nehren

Die Vorbereitung: Den Steinlach-Cup gewonnen, zuletzt in Konstanz im Trainingslager gewesen. Trainer Benedikt Müller äußert sich nicht so negativ wie andere Coaches. Er sagt sogar: „Die Truppe ist fit!“ Im WFV-Pokal verlor das Team aber 0:5 gegen Metzingen.

Der Spielerkader: Vor allem in der Breite hat Nehren etwas getan und sich sowohl mit Spielern aus unteren Ligen als auch oberen verstärkt. „Ich bin sehr zufrieden mit den Neuen“, sagt Müller, „auch was das Menschliche betrifft“. Torjäger Daniel Seemann kann jedoch auch trotz der Zugänge nicht Eins-zu-eins ersetzt werden.

Das Ziel: „Wir wollen das Aushängeschild im Kreis bleiben“, sagt Müller, und will „einen Platz im oberen Drittel“.

Der Trainer: Benedikt Müller trug einst die Kapitänsbinde bei der TSG Tübingen. Nun ist der DFB-Stützpunkttrainer bereits eineinhalb Jahre Coach des SVN.

Der Hoffnungsträger: Es sind zwei: Der „Sturmführer“ und das „Gehirn“, wie Müller Pedro Keppler und Michael Buchholz nennt. Aber: Keppler ist noch zwei Wochen gesperrt, droht nach seinem Knorpelschaden noch länger auszufallen. Buchholz arbeitet bis Mitte September als Animateur in Urlaubsregionen. Erst wenn beide zurückkommen, ist der SVN stärker.

TAGBLATT-Tipp: Nehren muss lernen, sich nicht selbst zu schwächen. Dann ist nach vorne fast alles möglich. In der letzten Saison haben nicht zuletzt Platzverweise dazu geführt, dass die Mannschaft in der Rückrunde eingebrochen ist.

FC Rottenburg

Die Vorbereitung: Verlief nicht optimal. „Letztes Jahr war es besser“, sagt Spielertrainer André Gonsior. Dabei hat der FCR fast alle seine Tests gewonnen und sich im WFV-Pokal auch gegen Verbandsligist SV Böblingen (1:3) wacker geschlagen.

Der Spielerkader: Rottenburg setzt auf Kontinuität. Moritz Glasbrenner vom SV Nehren ist der einzige externe Zugang. „Er hat sich super integriert“, erzählt Gonsior, „und führt vor allem die jungen Spieler gut“. Davon hat der FCR eine Menge. Abgang Marco Calderaro fehlte verletzt schon die ganze vergangene Saison.

Der Trainer: André Gonsior geht in sein zweites Jahr beim FCR. Der 32-jährige Angreifer ist der einzige Spielertrainer bei einem Landesliga-Team aus dem Kreis.

Das Ziel: Da gibt sich Gonsior forsch: „Der Klassenerhalt ist mir zu wenig!“ 45 Punkte wolle er haben und die Liga frühzeitig sichern, um dadurch auch Vorteile in Spielergesprächen zu haben.

Der Hoffnungsträger: Die Jugend. Gonsior bringt es auf den Punkt: „Wir gehen diesen Weg mit den jungen Spielern, weil die richtig Potenzial haben.“ Und er spüre die volle Rückendeckung der Verantwortlichen. „Auch wenn wir mal ein paar Spiele nicht punkten, werden wir an unserem Plan nichts ändern“, sagt Gonsior.

TAGBLATT-Tipp: 45 Punkte sind optimistisch. Wohl zu optimistisch. Doch Euphorie und Eingespieltheit werden zum Ligaverbleib reichen.

TSG Tübingen

Die Vorbereitung: Insgesamt, so betont Trainer Michael Frick, habe er „viele gute Trainingseinheiten“ erlebt. Sein Team habe gut mitgezogen und die Zugänge gut integriert. Im Pokal zwang die TSG immerhin Verbandsliga-Absteiger VfL Sindelfingen in die Verlängerung.

Der Spielerkader: Der macht Sorgen. Weil die Neuen schon verletzt sind. Malte Schlaich mit Kreuzbandriss und Jeff Rauschenberger mit einem Schlüsselbeinbruch. Hinzu kommt der langfristige Ausfall von Max Leibfarth, dessen Kreuzband bereits im vorjährigen Saisonfinale gerissen ist.

Der Trainer: Michael Frick geht in seine elfte Saison bei der TSG. Der Lehrer hat keinerlei Probleme, sich immer wieder zu motivieren: „Das ist meine Mannschaft, hier gehöre ich hin!“

Das Ziel: Trotz der turbulenten Vorsaison ist es nicht der Klassenverbleib. „Wir müssen einfach konstanter unsere Leistung abrufen“, fordert Frick, „dann stellen sich andere Ziel ein“. Die heißen: weniger Gegentore und eine bessere Platzierung als im Vorjahr.

Der Hoffnungsträger: Die Last-Minute-Rettung. „Das schweißt zusammen“, sagt Frick. Die Mannschaft habe diese positiven Emotionen mitgenommen. Der Coach hofft, „dass uns das nochmal einen Schub geben wird“.

TAGBLATT-Tipp: Die TSG steht für Spektakel. Gelingt ihr es, hinten besser zustehen, ist ein einstelliger Tabellenplatz drin – es wird am Ende Platz elf.

Die fünf Landesligisten aus dem Kreis Tübingen vor dem Saisonauftakt
„Wir wissen, dass der Klassenerhalt unglaublich schwer zu erreichen ist“ Jan Wachsmuth, Trainer vom Aufsteiger TB Kirchentellinsfurt.

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14.08.2014, 12:00 Uhr

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