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Überglücklich nach dem Erbe-Lauf

Die „glorreichen Sieben“ sind am Ziel ihrer Träume

Sie hatten weiche Knie, Seiten stechen und furchtbares Lampenfieber, aber am Ende waren die Mitglieder des TAGBLATT-Laufprojekts rundum glücklich.

18.09.2012
  • Ulrich Janssen

Tübingen. Das große Ziel ist erreicht. Vier Monate haben die „glorreichen Sieben“, die Teilnehmer des TAGBLATT-Laufprojekts, für diesen einen Tag trainiert: Sie wollten als absolute Laufmuffel die zehn Kilometer des Tübinger Erbe-Laufs mitlaufen. Und das haben am Sonntag tatsächlich alle geschafft – mit einer Ausnahme: Dagmar Sinner zog sich beim allerletzten Training vor dem Lauf einen Bänderanriss zu und musste, auf Rat ihres Arztes, schweren Herzens kurzfristig auf die Teilnahme verzichten.

Für Dagmar Sinner war es trotzdem ein schöner Tag: „Ich habe von allen viel Mitgefühl erfahren und war – außer beim Lauf – immer mittendrin. Es war einfach nett, bei aller Aufgeregtheit der anderen so eine Art Ruhepol zu sein.“

Aufgeregt war ganz besonders Edith Uhlig. Sie hatte, nachdem Dieter Baumann sie schon mal sanft auf ein Ankommen im hinteren Bereich vorbereitet hatte, mächtig Respekt vor der langen Distanz. Tatsächlich wurde sie während des Laufes von vielen überholt und konnte nicht mit einer Traumzeit aufwarten, aber das war für sie Nebensache. „Obwohl ich eigentlich permanent nervös war und weiche Knie hatte, hielt ich die kompletten 10 Kilometer durch“, erklärte sie hinterher. „Ich bin so überglücklich, ins Ziel gekommen zu sein. Es war unbeschreiblich schön!“

Unbeschreiblich war auch, wie das Publikum (dank der Ansagen des Sprechers) die Gruppe anfeuerte. Uhlig: „Was mich am meisten gerührt hat, waren die vielen Leute, Familie, Freunde, Bekannte, aber vor allem auch die vielen anderen – die einen durch Klatschen, Zurufen oder auch einem aufmunternden Lächeln getragen haben. Es war einfach ein wunderbares Publikum!“

Für Annette Sauter lief zwar „die erste Runde sehr gut“, doch dann kam das Seitenstechen. In der letzten Runde kämpfte sie auch noch mit „schweren Beinen“, und die Mühlstraße kam ihr „unendlich lang vor“. Doch am Ende „zeigte die Zeitmessung unglaubliche 54:47 Minuten“. Das hätte sie („ich war ja wie wir alle ein Sportmuffel“) nie für möglich gehalten.

Richtig schnell unterwegs waren zwei Männer: Josef Kittel hatte sich zwar eigentlich vorgenommen, das Rennen langsam anzugehen, „aber man wurde von der Stimmung einfach getragen“. In der dritten Runde habe sich die Mühlstraße dann allerdings „mindestens dreimal so lang wie zuvor angefühlt und das bereits von weitem sichtbare Ziel wollte einfach nicht näher kommen.“ Mit 50:14 Minuten schaffte Kittel schließlich aber doch eine sensationelle Zeit, er wurde fünfter seiner Altersgruppe.

Fast genau so schnell war Andreas Lapp-Zens mit 50:23 Minuten. „Ich war stolz auf mich und das ganze wundervolle Team.“ Für Lapp-Zens war „das ganze Laufprojekt von ,Null auf Zehn‘ eine runde Sache“, deren Wirkung auch dauerhaft anhalten werde.

Darin sind sich alle sieben einig: Das TAGBLATT-Projekt war für sie eine große Bereicherung. Voll des Lobes waren sie auch über das Engagement von Dieter Baumann, Marc Oßwald und den Studenten des Sportinstituts. „Das Training mit Olympiasieger Dieter Baumann“, meinte Edith Uhlig, „war ein einmaliges, wunderschönes und tolles Erlebnis“. Und auch die Gruppe sei, trotz der läuferischen Unterschiede „ein tolles Team“ gewesen. „Irgendwie schade, dass wir nun am Ende des Laufprojektes angekommen sind“, meinte Dagmar Sinner.

Aber es muss ja gar nicht das Ende sein. Andreas Lapp-Zens jedenfalls will schon beim Nikolaus-Lauf dabei sein, und womöglich bleibt er damit nicht der einzige.

Info: Siehe auch das Interview mit Moritz Astfalk und Sona Hannaleck auf www.tagblatt.de. Es wurde nach dem Lauf aufgenommen.

Die „glorreichen Sieben“ sind am Ziel ihrer Träume
Überglücklich nach dem Lauf: Die glorreichen Sieben mit ihrem Trainer. Von links: Annette Sauter, Moritz Astfalk, Josef Kittel, Andreas Lapp-Zens, Dieter Baumann, Edith Uhlig, Dagmar Sinner und Sona Hannaleck. Bild: Sinner

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18.09.2012, 12:00 Uhr

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