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Rock mit Flegelfaktor

Die junge Band Bad Liver macht Punkrock ohne Kompromisse

Ihr Name ist Programm: Die Reutlinger Jungs von Bad Liver lassen es mit ihrem Punkrock richtig knallen und kümmern sich nach eigener Aussage um die wahren Dinge des Lebens, um „Beer, Chicks and Cigarettes“ – so auch der Titel ihres Debütalbums.

01.08.2012

Reutlingen. Bad Liver – das sind Sänger und Rhythmus-Gitarrist Florian Failenschmid (20), Leadgitarrist Max Ernst (21), Basser Alexander Kimmerle (23) und Schlagzeuger Matthias Kimmerle (21).

Flo und Matze machen bereits seit 2005 gemeinsam Musik, die beiden anderen kamen im Februar 2010 dazu. Das war auch das Jahr, als sie beschlossen, gemeinsame Sache zu machen und die regionale Rockszene mit ihrem dreckigen, aber melodischen Punkrock aufzumischen.

Die Palette der Band reicht von fetzigen Powerstücken bis hin zu mächtig wummernden Rockballaden. Laut, heiß und schmutzig muss es sein, „denn wir sind keine Band, die den Mainstream erreichen will“, so Sänger und Gitarrist Florian Failenschmid.

Mit einem guten Schuss powernder Gitarrensoli bürsten die sympathischen Rocker aus Wannweil und Reutlingen die englischsprachigen Eigenkompositionen auch teilweise gegen den Strich. Dabei funktionieren die Beats live noch besser als auf dem Debüt-Album „Beer, Chicks and Cigarettes“, das vor zwei Jahren im Eigenvertrieb auf den Markt kam und nicht zuletzt genau den Anspruch des Rockquartetts wiedergibt: „Zu unseren Konzerten kommen diejenigen, die mit Mainstream nichts am Hut und Bock aufs Feiern haben“, lautet ihr Credo. Mit dieser Einstellung fahren Bad Liver bisher nicht schlecht. Neun Konzerte haben sie dieses Jahr bereits gespielt, und auch in der zweiten Jahreshälfte stehen schon zahlreiche Termine fest.

Seit einigen Wochen hat die Band mit dem ungewöhnlichen Namen ein weiteres Projekt laufen: Florian Failenschmid plant mit seiner Band einen Sampler aufzunehmen, an dem sich insgesamt zehn bis 15 lokale Bands beteiligen. Der Sampler soll im Herbst mit einer Auflage von 4 000 Stück erscheinen und nur zwei Euro kosten: „Uns geht es nicht darum, mit dem Sampler Gewinn zu machen, sondern die regionale Bandszene zu stärken, denn bisher machte jeder sein eigenes Ding und es lief viel aneinander vorbei“, meint Initiator Flo.

Natürlich geht es Bad Liver nicht viel anders als den meisten Nachwuchsbands. Das größte Problem ist laut Matthias Kimmerle, „aus der Region Reutlingen/ Tübingen rauszukommen“ und auch mal anderswo einen Auftritt zu ergattern. Das erste Jahr nach ihrer Gründung war hartes Brot, doch inzwischen läuft es besser und sie werden für 20 bis 25 Konzerte im Jahr gebucht.

Auch an einem Nachwuchs-Wettbewerb haben Bad Liver bereits teilgenommen, sind aber der Meinung, „dass es uns nicht weiter gebracht hat“, so Florian Failenschmid.

Nächstes Jahr plant die Band, das nächste Album zu veröffentlichen. Doch nun steht erstmal der Sampler auf der Tagesordnung – und natürlich heiße und schmutzige Konzerte zu spielen, so viel wie möglich. Denn wie gesagt: Nicht umsonst heißt ihr Album „Beer, Chicks and Cigarettes“.

Jürgen Spieß

Die junge Band Bad Liver macht Punkrock ohne Kompromisse
Nächstes Jahr will Bad Liver ein neues Album herausbringen. Bild: Spieß

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01.08.2012, 12:00 Uhr

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